Der Fall Melchior Joller

Das Spukhaus in Stans


 

Das Spukhaus

Eine Mystery-Doku von Volker Anding

Länge: 90 Minuten

Regie: Volker Anding
Kamera: Johannes Imdahl
Ton: Bernd Schreiner
Schnitt: Volker Anding
Musik: Oliver Weidtman

Mit detektivischem Spürsinn untersucht der Dokumentarfilmer Volker Anding in
“Das Spukhaus“ den wohl rätselhaftesten dafür jedoch best dokumentierten Spukfall der Geschichte.





Aufgeschrieben hat ihn der vom Spuk Betroffene selbst:
Der Schweizer Anwalt und Nationalrat Melchior Joller aus Stans.Gemeinsam mit seiner Frau und sieben Kindern lebt er vor hundertvierzig Jahren als hochangesehener Bürger im Hause seiner Eltern und Großeltern.
Melchior Joller ist ein “aufgeklärter Linker“ Er gründet eine liberale Zeitung und sorgt dafür,
dass im Kanton Nidwalden die Todesstrafe abgeschafft wird.Außerdem bekämpft er jeden Hauch von Aberglauben.
Ausgerechnet er - ein Drehbuchautor hätte es sich nicht besser ausdenken können - wird in seinem Hause von einem Spuk heimgesucht,der am Ende seine Existenz und die seiner Familie vernichten soll.

Melchior Joller notiert dazu in seinem Tagebuch:
Wäre der Spuk mir nicht selbst begegnet,und hätte nicht derselbe mit seinem rasenden Ungestüm mit wenigen Unterbrechungen wochenlang am hellen Tage mich bei allen wachen Sinnen von seiner Existenz gewalttätig überzeugt,ich hätte der Erzählung eines anderen selbst keine Beachtung geschenkt.
Wie eine bittere Ironie der Schicksalsfügung traf mich daher dieser Schlag unvermutet,und so schwer und hart,wie es unter meinen Verhältnissen kaum ein anderes Unglück vermocht hätte.

Das 200 Jahre alte Spukhaus existiert noch.Es befindet sich in Stans,in der Schweiz - ungefähr 30 Kilometer von Luzern entfernt.
Die Geschichte von damals ist noch heute in den Köpfen der Bürger von Stans lebendig.Jeder aus dem Dorf hat mit diesem Mythos seine persönliche Erfahrung gemacht.

Der Fall ist der am besten dokumentierte Spuk-Fall der wissenschaftlichen Forschung. Als gewissenhafter Anwalt beschrieb Melchior Joller die paranormalen Ereignisse penibel in seinem Tagebuch und veröffentlichte dies 1863 im Hanke Verlag, Zürich unter dem Titel: “Selbsterlebte mystische Erscheinungen“

Begonnen hatte der Spuk mit lautem Klopfen an Betten und auf Tischen und wurde im Verlauf der nächsten zwei Jahre immer furchtbarer.Da die Phänomene so laut waren,und meist auch tagsüber auftraten,ließ sich der Spuk nicht lange geheim halten.Die Leute aus dem Dorf liefen zusammen und bestaunten die unerklärlichen Erscheinungen. Zeitungen berichteten darüber,es entstand ein regelrechter Spuk -Tourismus.Hunderte von Zeugen haben die Phänomene miterlebt.
Fenster und Türen flogen auf und zu,bis sie zerbrachen,Sessel rutschten,Zweige flogen durch die Zimmer,Bilder und Möbel wurden umgeworfen,
ein Pferdegeschirr flog durch das Zimmer und verklemmte sich hinter dem Ofen,und immer wieder Geister-Erscheinungen und eiskalte Berührungen.
  
Melchior Joller hatte über diesen alltäglichen Spuk hinaus ein Erlebnis, das sein Leben nochmals aus “der Bahn warf In dieser “Nacht der Erkenntnis ist er weißhaarig geworden und erklärte am nächsten Tag seiner fassungslosen Familie: Jetzt habe ich verstanden Die Aufzeichnungen über jene Nacht galt bisher als verschollen.

Volker Andings Recherche ergab jedoch,dass diese Aufzeichnung noch existiert. Sie befindet sich in Familienbesitz - im Besitz des Urenkels Nicolao Joller aus Rom. Melchior Joller  zog nach der “Nacht der Erkenntnis überstürzt mit seiner Familie nach Rom. 1865, mit 47 Jahren starb Melchior Joller und wurde in Rom begraben.

Im Spukhaus findet, wie bei einem Kriminalfall, ein Ortstermin statt.
Es kommt zu einer Art virtuellem Wiederaufnahmeverfahren.
Was ist damals wirklich geschehen?
Experten “geistern” in dem Spukhaus herum, und versuchen Licht in den immer noch rätselhaften und umstrittenen Fall zu bringen.

“Das Spukhaus” von Volker Anding
Teil1
können sie
hier bestellen
 

 

 


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