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Chillingham Castle
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Chillingham
Castle wurde vor etwa 800 Jahren erbaut. Die Festung spielte
eine sehr
wichtige Rolle als strategischer Stützpunkt innerhalb der
blutigen Grenzstreitigkeiten in Northumberland. Denn sie war
sozusagen eine Bastion der Engländer gegen die Schotten
im Norden. Im 14. Jahrhundert wurde Chillingham dann zu einem
Schloss umgebaut. Die Familie von Earl Grey lebte hier ununterbrochen
seit 1200. Die gegenwärtigen Inhaber des Schlosses sind
Sir Humphrey und Lady Wakefield. Heute gehört Chillingham
Castle zu den meist frequentierten Plätzen Schottlands.

Chillngham
Castle, Foto © Risto Hurmalainen
Zu
den bekanntesten Spukerscheinungen von Chillingham zählt
der blaue Junge,
dessen qualvolle Schreie man angeblich um Mitternacht hören
kann. Die andere Erscheinung ist Lady Berkley, die unermüdlich
durch dass Schloss wandert und nach ihrem Mann Ausschau hält,
der angeblich seinerzeit mit ihrer Schwester durchgebrannt ist.
Besucher des Schlosses hören das Rascheln ihres Kleides,
wenn sie die Wendeltreppe auf- und abläuft. Und wenn die
Dunkelheit einbricht, hört man im Vorhof unheimliche Echos.
Es sind die ehemaligen Wächter des Schlosses. Man hört
sie marschieren und mit ihren Rüstungen klappern. Sie sind
vor langer, langer Zeit verstorben, aber sie scheinen Ihre Pflicht
noch bis in die Ewigkeit auszuführen...

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Der Schloss-Kerker -
Der
Kerker ist sehr klein. Auffällig sind die Markierungen an
den Wänden. Sie stammen noch aus der Zeit (vermutlich Mittelalter
oder noch früher), wo Gefangenschaften im Schlosskerker nichts
Ungewöhnliches waren. Die Gefangenen sollen anhand der Markierungen
ihre Lebenstage festgehalten haben. Das hatte folgenden Grund:
Zuvor wurden ihnen nämlich alle Arme und Beine gebrochen,
bevor man sie schließlich in das 20 Fuß tiefe Loch
im Verlies warf. Entweder starben die Gefangenen an ihren Verletzungen
oder sie verhungerten qualvoll. Nicht selten aßen sie, um
zu Überleben, das Fleisch eines Mitgefangenen oder ihr eigenes!

Wenn
man durch das Gitter der Abdeckung hinunter blickt, kann man anscheinend
die Überreste eines jungen Mädchens sehen, die zu einem
hoch zu schauen scheint. Sie soll die letzte Person sein, die
hier getötet wurde. Viele Besucher berichten, im Kerker besondere
Erlebnisse gehabt zu haben. Sie hätten Orbs gesehen und fotografiert,
und einige von ihnen verspürten seltsame Gefühle - depressiv
und erdrückend.
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Die Folterkammer -
Über
dem Kerker befindet sich die Folterkammer. Hier kann man heute
noch sämtliche Folterwerkzeuge besichtigen - eines ist
so krank wie das andere. Der Fußboden befindet sich auf
einer Steigung, so als ob es dafür konzipiert wurde, dass
das Blut zu einer bestimmten Stelle des Raumes abfließen
kann. Was für eine grausige Vorstellung! Für viele
tausende Schotten war dies der letzte Platz den sie jemals lebend
sahen. Der Befehlshaber und Vollstrecker dieser grausigen Taten
war ein Mann namens John Sage. Zu seiner Zeit ein sehr bedeutender
Mann.

Sage war zuvor einer der Besten Männer des König Eduards
im Schlachtfeld gewesen. Er hatte sich hochgearbeitet bis zum
Rang eines Leutnants. Eines Tages jedoch wurde Sage bei einer
Schlacht schwer am Bein verwundet und konnte seit dem nicht
mehr kämpfen. Irgendwann übergab man ihm die Stelle
des Vollstreckers im Schloss. Sage war ein brutaler Mann. Er
hasste die Schotten und er hatte Spaß an seiner neuen
Rolle. So sehr, dass er sogar eigene grausame Foltervorrichtungen
entwickelte.
Es
ist unbeschreiblich, was die Gefangenen unter den Händen
dieses Mannes aushalten mussten. Sage, der in den drei Jahren
als Vollstrecker tätig war, quälte ungefähr 50
Leute in einer Woche! Selbst heute traut sich keiner mehr alleine
in die Folterkammer, denn angeblich haust hier noch ein böser
Geist. Vermutlich der Geist von John Sage?
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The Great Hall -
Die
große Halle führt in die Kapelle und in die Galerie
des Minesängers.
Die Halle ist ein langer Raum mit zahlreichen Kunstobjekten an
der Wand. Es gibt dort eine lebensgroße Statue eines Reiters
auf seinem Pferd. Und dann steht da ein großer ausgestopfter
Kopf eines Elefanten mit Kettenrüstung. Des Weiteren gibt
es noch eine Tapisserie (Technik der Teppich- und Gobelinherstellung)
mit einem Totenkopf darunter. Es gibt Berichte über merkwürdige
Ereignisse in der Nähe der Tapisserie. Zum Beispiel kalte
Punkte oder Geräusche die man hört, obwohl sich dort
niemand aufhält. Vom Totenkopf ist bekannt, dass er seinen
Platz im Raum stets wechselt, diesen Raum aber nie verlässt.
Ein
Besucher machte bei seiner Besichtigung im Schloss zahlreiche
Fotos von diesem Raum.
Nach der Entwicklung war darauf eine schemenhafte Erscheinung
zu sehen, die auf dem Stuhl links an der Rückseite der Halle
zu sitzen scheint (s. Bild unten).

Der
Geist von Great Hall?
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Die Galerie des Minesängers -
Die
Galerie Minesängers besitzt einen Balkon mit Ausblick. Dieser
Bereich wird jetzt als Tee-Loge genutzt. Hier sollen zahlreiche
Besucher von einer unsichtbaren Kraft die Treppen hinunter gedrückt
worden sein. Auch berichten viele über plötzlich auftretende
Kopfschmerzen, meist gefolgt von Übelkeit.
Es
gibt da eine Geschichte, die davon berichtet, dass im Teeraum
ein Geschöpf aus der Wand
ausgebrochen sein soll. Es habe ausgesehen wie eine Riesen-Kröte.
Dann soll es die Gestalt eines Menschen angenommen haben und plötzlich
verschwunden sein. Angeblich soll diese Kreatur jetzt im Schloss
herumspuken!

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Die Kapelle -
Hier
pflegten die Männer zu beten, bevor sie raus in die Schlacht
gingen um die Schotten zu töten. An der Wand befinden sich
Flaggen, ein großes Schwert, eine spirituelle Glocke, ein
Kruzifix und einige Gemälden von der heiligen Maria. Bei
den Ausgrabungen in der Kapelle fand man zahlreiche Relikte und
menschliche Knochen unter den Fußplatten. Auch hier in der
Kapelle soll es spuken. Gelegentlich spürt man kalte Punkte
im Raum. Fotoapparate und Kameras geben hier oft ihren "Geist"
auf.
Digitalkameras verlieren plötzlich an Akkuleistung.
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König Edwards Gemach -
(Auch
bekannt als The Killing Room)
Im Gemach des Königs Edward soll es am meisten spuken.
Die Besucher meinen, der Kronleuchter schwingt plötzlich
ohne dass ihn jemand vorher berührt hat. Der Raum soll
zudem übel riechen und eine merkwürdige Atmosphäre
verbreiten. Vielleicht liegt es unter anderem auch an den Gegenständen
die sich hier befinden. Im Raum steht eine Rüstung. An
der Wand sind zahlreiche Waffen und Schwerter angebracht. Darunter
ein Helm, einige Hörner und Flaggen. Im Schaukasten ist
das Dokument ausgestellt, dass man zusammen mit dem Skelett
eines Jungen im "Pink Room" gefunden hat (der Öffentlichkeit
nicht zugänglich). "Der blaue Junge" (auch bekannt
als der strahlende Junge) fand ein Dokument, dass der Aristokrat
-und gleichzeitig auch der Besitzer des Schlosses - den Spaniern
übergegeben hatte. Dieses Dokument sollte nämlich
den Spaniern helfen, die Engländer während der Zeit
der Spanischen Armada zu besiegen.

Der
Junge ist höchstwahrscheinlich zur Strafe lebendig mit
den Dokumenten eingemauert worden. Seinen Körper fand man
im Jahre 1920. Die Knochen seiner Finger waren abgenutzt. Vermutlich
hatte er versucht sich frei zu kratzen. Und weil man bei ihm
auch blaue Kleidungsfetzen fand, nannte man ihn "der blaue
Junge". Man sagt, dass, wenn die Stunde Mitternacht schlägt,
man seine qualvollen und ängstlichen Schreie aus dem Rosa
Zimmer hört. Wenn das Jammern verklingt, erscheint ein
heller Lichtstrahl, der um das alte eckige Himmelbett im König
Edwards Gemach herum schwebt. Vielen Gästen, die in diesem
Bett geschlafen haben, soll der "blaue Junge", stets
in Licht eingehüllt, erschienen sein.
Als
der Krieg zu Ende war, wünschte John Sage eine Reinigung
des Schlosses von den schottischen Gefangenen. Also befahl er,
dass alle Männer, Frauen und die älteren Kinder zum
Hof gebracht wurden. Er ließ sie alle in ein riesiges
Feuer werfen, wo sie qualvoll verbrannten! Die jüngeren
Kinder wurden im König Edwards Zimmer festgehalten. Sie
mussten hier mit ansehen, wie ihre Eltern lebendig verbrannt
wurden! Und für den Fall, dass sich die Kinder irgendwann
einmal für den Tod ihrer Eltern bei ihm rächen würden,
sorgte Sage vor: Er nahm eine Axt und zerhackte die Kinder in
Stücke. Die Axt kann heute im Treppenhaus besichtigt werden.

- Die Bibliothek -
In
der Bibliothek sind häufig die Stimmen von zwei Männern
zu hören, die eine Unterhaltung führen. Aber es ist
nicht möglich ihrem Gespräch zu folgen, denn sie scheinen
sofort damit aufzuhören, sobald man sich auf die Stimmen
konzentriert. Keiner konnte bisher ermitteln, woher diese Stimmen
genau kommen und wer die zwei Männer sein könnten,
die sich da unterhalten.
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Der Geist im Gemälde -
Dieser
Geist soll selbst der Familie Gray erschienen sein. Die Kinder
und das Kindermädchen von Tankerville erschreckten sich
beinahe zu Tode, als ein Geist aus dem Rahmen seines Portraits
heraustrat und sie durch das ganze Schloss jagte. Anscheinend
soll auch ein anderes Portrait von ihm frequentiert sein.

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Der See -
See
von Chillingham ist sehr malerisch. Man würde nie darauf
kommen, dass hier unter der Oberfläche Tausende von Schotten
liegen, die während des großen Kampfes starben. Damals
schleppte man ihre Körper hierher und warf sie in den See.
Das Wasser sei den Gerüchten zufolge verflucht. Derjenige,
der es wagt seine Hand in das Wasser zu tauchen, wird angeblich
sofort von den toten Seelen an den Grund gezogen.
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