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Die "Lady Lovibond" ist wohl eines der berühmtesten Geisterschiffe der britischen Küste.
Der Legende nach, versank das Schiff an einem Freitag, den 13.02.1748, an der Küste von Goodwin Sands.
Der Kapitän des "Lady Lovibond" war ein Mann
namens Simon Peel. Er hatte an diesem Tag etwa 50 Gäste auf eine private Kreuzfahrt eingeladen. Seine Hochzeit sollte auf See gefeiert werden. Was Kapitän Simon zu dem Zeitpunkt
aber nicht wusste: Sein Steuermann Rivers hatte sich in seine Braut verknallt! Während die Gäste und das Brautpaar ahnungslos unter dem Deck feierten, schmiedete der eifersüchtige
Steuermann Rachepläne. Dessen Eifersucht und Wut soll derart gewachsen sein, dass er das Schiff mit voller Absicht auf die gefährlichen Klippen der Goodwin Küste steuerte. Als ob er damit sagen wollte: "Wenn ich sie nicht haben kann, dann soll sie niemand bekommen!"
Das Schiff zerschellte an den Klippen von Goodwin und kenterte mit Samt seiner Besatzung. Es kamen dabei
alle Insassen ums Leben. Seit diesem Tag an soll das Schiff alle 50 Jahre gesehen worden sein. Das letzte Mal im Jahre 1898.
 Es liegen viele Wracks unter der Küste von Goodwin. Das sind die Bilder des talienischen Schiffes "Silvia".
Versunken im Januar 1948.
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Auf den Spuren des "Lady Lovibond" Goodwin Sands, 13. Februar 1998
"Es ist ein unheimliches Gefühl", erzählt David
Chamberlain (53), der Skipper eines Fischerbootes. "Es ist einsam...
Man beginnt alle möglichen Dinge zu sehen". Chamberlain fischt hier schon bereits 30 Jahre in den Gewässern des Goodwin Sands.
Aber an diesem Morgen, am Freitag den 13. sprach er wohl wie nie zuvor darüber. Vom Geisterschiff Lovibod sagt man, sie erscheine alle 50 Jahre im Nebel. Wie die Legende besagt, soll sich der Dreimaster bei vollem
Segel, drei Meilen von hier auf hoher See materialisieren, bevor er sich mit einer selbstmörderischen Wendung schattenhaft auflöst. Die bevorstehende Erscheinung des Geisterschiffes hat von
Deal nach Dover für große Aufregung gesorgt. Obwohl für den heutigen Tag Nebel prognostiziert worden ist, gibt es bereits Pläne für Nachtwachen am Strand, und spezielle Pfade entlang
den weißen Klippen auf der Suche nach dem Schiff.
"Komm und Überzeuge dich von der Erscheinung. Nichts für Zimperliche!", sagt uns die
Anzeige am Pier. Das Interesse an diesem Spektakel ist so groß, dass David Camberlain schon früh am Morgen für £20 seinen Dienst anbietet, statt wie üblich auf Kabeljau und Rochenfang
zu gehen. "Wir folgen den Kurs den die Lady Lovibond nach der Legende zu Folge genommen hat, und
fahren dann anschließend zu den Klippen wo sie zerschellt ist. Die Begeisterung der Leute ist
so groß, dass sie mich irgendwie mitreißen. Aber eigentlich bin ich immer offen für solche Dinge. Man bekommt schließlich nur alle 50 Jahre die Chance die Lady zu sehen, und ich
werde wohl kaum beim nächsten Trip im Jahre 2048 dabei sein können". Die Legende von der Lady, die uns Camberlain anschließend erzählte, ist uns ja bereits
bekannt, doch der letzte Satz jagt einem schon einen Schauder über den Rücken:
"…Als das Schiff aufschlug, wurden der Kapitän und seine Gäste in der Kabine eingeschlossen und über die ganze Tragödie erklang das schreckliche Gelächter des Irren."
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Wie viele Tausend andere Schiffe, die auf den Klippen Goodwins zerschellten, verschwand
auch die Lady Luvibond ohne einer einzigen Spur, bis sie 50 Jahre später plötzlich auftauchte. Am 13 Februar 1798, wurde James Westkake, Kapitän eines Kreuzers mit dem Namen
"Endenbrigde", beinahe von einem Dreimaster gerammt. Dieser steuerte mit vollen Segeln auf ihn zu.
Westkake glaubt gehört zu haben, dass an Bord des Schiffes eine Party stattfand, als es haarscharf an ihnen vorbei segelte. Die Mannschaft eines Fischerbootes hatte das Schiff
auch gesehen und bestätigte die Aussage von Westkake. Die Identität dieses mysteriösen Schiffes blieb ungeklärt. 50 Jahre später, im Jahre 1848 - und erneut an einem Freitag den 13 - beobachteten
Fischer wie ein Schiff auf den Goodwins zerschellte. Sie eilten zur Rettung herbei. Doch als
sie ankamen, war nichts von einem Unglück zu sehen. Genau das selbe passierte auch im Jahre 1898. Aber merkwürdigerweise sind in den 50 Jahren danach keine Sichtungen mehr
gemacht worden. "Es gibt zahlreiche frequentierte Orte in der Umgebung und irgendetwas hat zweifellos dafür gesorgt dass die Legende nicht in Vergessenheit gerät".
Aber wir trafen auch Leute, denen die ganze Geschichte um die Lady Luvibund auf die Nerven geht. Der Museumsdirektor von Deal, Terry Williams meint:
"Die Besucher sind doch nur Geistergroupies und haben alle einen Knall! Es gibt keine Beweise für die Echtheit der Geschichte. Und sollte es welche geben, dann
müsste das Schiff am 2. Februar untergegangen sein. Denn die Schaltjahre beim Wechsel zum Gregorianischen Kalender haben die Zeit um 11 Tage verschoben!" Doch die Meinung des Museumsdirektors konnte die Begeisterung der Besucher kein Stück
dämpfen. Dave Chamberlain meint, auf der Jagt nach der Lady Lovibond ein Kribbeln verspürt zu haben.
Er und sein Fischer-Kollege, würden die Legende um das Geisterschiff niemals als reinen Mythos abstempeln.
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