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Spukorte in Deutschland: Baden-Württemberg
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Schwäbisch Hall
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D
er Haalgeist
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Menschliche
Ansiedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet von Schwäbisch Hall sind erstmals in der Jungsteinzeit (ca. 6.000 v. Chr.) nachweisbar. Der Betrieb einer keltischen Saline im heutigen Stadtgebiet konnte für das 5. bis 1.
Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen werden. Aus dem dort austretenden salzhaltigen Grundwasser wurde durch Erhitzen Salz gewonnen. Grund für die Entstehung der mittelalterlichen Ansiedlung um 1040 n. Chr. im verteidigungstechnisch ungünstigen Talgrund war die Saline. Städte namens
Hall gab es viele, denn Hall heißt Salz und so nannten sich die Orte, wo Salz gefunden wurde. Um Verwechslungen aus dem Weg zu gehen hieß es fortan Hall in Schwaben und irgendwann Schwäbisch Hall.
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In
Schwäbisch Hall geht ein Geist um, der Haalgeist genannt wird nach dem Ort seines Erscheinens, dem Salzbrunnen oder "Haal". Es wird erzählt, dass dies der Geist eines alten Salzsieders ist. Diese Gestalt erscheint immer drei bis vier Tage vor einer Überschwemmung und geht mit
einer Laterne in der Hand vom Kocher her auf die Unterstadt zu. Dabei ruft er mit lauter Stimme: "Raunit raus!Raunit raus!" Mit der Strecke die er zurücklegt, zeigt er die Ausmaße der Überschwemmung an,
die auf sein Erscheinen unweigerlich folgen wird. Der Haalgeist ist auch schon öfter in der Stadt aufgetaucht. Daraufhin haben die Leute ihre Häuser geräumt und sich vor der Überschwemmung in Sicherheit gebracht.
Jedesmal wurde vom Geist die Ausdehnung des Wassers genau angezeigt.
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Wenn
man ihn ruhig gehen lässt, tut der Haalgeist keinem Menschen etwas zuleide. Neckt man ihn jedoch, dann erscheint er in einer erschreckenden Gestalt, als schwarzer Pudel oder zotteliges Kalb mit fenstergroßen
glühenden Augen, so dass die Menschen vor Angst und Schrecken krank werden. Eines Nachts erschien der Haalgeist einem Salzsieder, der noch bei der Arbeit war. Er streckte seine lange Nase durch einen Spalt in der Wand des Siedehauses und
fragte: "Is dees nit e Noos?" Der Sieder füllte geschwind ein Gefäss mit siedendem Wasser und fragte: "Is dees nit e Guuss?" Der Geist packte ihn, warf ihn über den Kocher auf den
Gänsberg und schrie höhnisch: "Is dees nit e Wuurf?" Seitdem heißt das Gebäude, in dem es sich ereignet hat, das "Geisterhall".
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Es
wird auch erzählt von einem Nachtwächter, der den Haalgeist mutwillig geneckt hat. Dies büßte er mit seinem Leben, als ihn der Geist packte und bei der Henkersbrücke in den Kocher warf, wo er jämmerlich ertrank.
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Spukorte: Baden-Württemberg
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Übersichtskarte: Deutschland
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