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Spukorte in Deutschland: Bayern
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Wolfsegg
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D
ie weiße Baronin von Wolfsegg
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Am
Ufer der Donau stehen die Ruinen der bayerischen Burg Wolfsegg im Landkreis Regensburg, die in ihrer fast tausendjährigen Geschichte all ihren Feinden und Angriffen standhielt. Die Festung wurde im Jahre 1028
errichtet und kam im Laufe der Zeit in den Besitz einer Reihe streitsüchtiger bayerischer Edelleute, von denen die meisten in die unablässigen Machtkämpfe verstrickt waren.
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Eines
dieser aristokratischen Rittergeschlechter waren die Laaber von Wolfsegg, um die sich die Geschichte eines dreifachen Mordes rankt: Nach der Legende heiratete im 14. Jahrhundert einer der Barone Laaber eine
schöne Frau, die Opfer eines schändlichen Komplottes werden sollte. Um des wertvollen Anwesens habhaft zu werden, heckten die habgierigen Verwandten des Barons einen Plan aus, der die junge Braut in eine
verhängnisvolle Situation mit einem anderen Mann bringen sollte. Dem Baron trug man zu, seine Frau plane ein heimliches Stelldichein mit einem anderen Mann. Als er daraufhin in die Burg eilte und die beiden bei dem
fingierten Rendezvous entdeckte, brachte er sowohl seine Frau als auch ihren vermeintlichen Liebhaber um. Eine weitere Geschichte als möglichen Auslöser für die Spukphänomene soll sich im 15. Jahrhundert in den Mauern der Burg abgespielt haben. Dann wäre die "Weiße
Frau von Wolfsegg" Gräfin Klara von Helfenstein, die mit dem edelfreien Ulrich von Laaber verheiratet war. Klara hat sich wohl ausgerechnet mit dem Herrn der Hammermühle von Heitzenhofen eingelassen, einem
langjährigen Feind des Burgherrn, dies steigerte dessen Wut. Um die Sache zu "bereinigen", soll Ulrich zwei Bauernburschen aus dem Dorf gedungen haben, Klara von Helfenstein töten. Ihre Leiche wurde irgendwo vergraben und bis zum heutigen Tage nicht wieder entdeckt.
Seither muss sie "umgehen". Zusammen mit dem feudalen
Besitz aber erbten die Verwandten vielleicht auch einen Fluch, denn es heisst, dass die Baronin in leuchtende weisse Gewänder gehüllt immer noch in den Korridoren und auf den Treppen von Wolfsegg wandelt.
Bewohner der Burg berichteten Leuchterscheinungen gesehen, geisterhafte Schritte gehört und unerklärlich kalte Zugluft gespürt zu haben.
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Bei
Nachforschungen vor Ort konnte kein wirklich erklärbarer Grund für die zahlreichen Berichte über die Erscheinung der weißen Baronin gefunden werden. Viele Menschen gaben auch an, sich in den Korridoren der Burg
recht unwohl gefühlt zu haben. Die Erlösung?
Für Klara von Helfenstein war das Ende der Geschichte schlimm genug. Der Sage nach soll das Drama aber ewig fortdauern - zumindest so lange, wie die "liebe Seele" keine Ruhe findet.
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Es gibt nur eine Möglichkeit, die Weiße Frau zu erlösen:
Man muss den Leichnam finden, um ihn offiziell zu beerdigen und eine Messe zu lesen. "Dann hat sie Ruhe, dann braucht sie nicht mehr umgehen", heißt es in der Oberpfalz. Wo Klaras Leichnam verscharrt ist, weiß man nicht genau.
Es gibt zwei Theorien: entweder unter dem Turm oder in einer Ecke hinter dem Efeu. Erst vor kurzem entdeckte der Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz, Dr. Franz Xaver Scheuerer, Spuren eines rätselhaften
Kriminalfalls, der wohl den Beginn der Wolfsegger Tragödie markiert: Ulrichs Streit mit dem Hammerwerksbesitzer Moller. Ein ausgeschlagenes Kaufgesuch könnte das Drama mitverursacht haben.
Zumindest stand es am Anfang einer jahrelangen Feindschaft.
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