Die Gespenster von Versailles



Der Marktgeist von Smithfield


Der Geist, der auf dem Fleischmarkt von Smithfield um die Mitte des 17. Jahrhunderts spukte,
gehört zu den seltsamsten, aktenkundig gewordenen Gespenstern überhaupt!

Eine Broschüre aus dem Jahre 1654 mit dem Titel "A true Relation of the Smithfield Ghost"
beschreibt das Phantom als einen in eine Rohe gekleideten Anwalt mit Hörnern auf dem Kopf,
einem Fleischmesser in der Hand und langen spitzen Schuhen an den Füßen.

Der Geist tauchte anscheinend in jeder Samstagnacht zwischen 21.00 Uhr und Mitternacht auf
und ärgerte die Schlachter, indem er Fleischkeulen aus ihren Verkaufsständen riss.
Obwohl einige tapfere Männer versuchten, die Gestalt mit ihren eigenen Fleisch- und Hackmessern zu vertreiben,
konnten sie nichts anderes als einen Lufthauch verspüren".

Die Beschreibung des Geistes im Gewand eines Anwalts stellt ein unfreiwilliges Eingeständnis dar,
denn offensichtlich war ein ortsansässiger Anwalt namens Mallet kurz zuvor an einer Fleischvergiftung gestorben!
Mallet soll sich jedoch nicht sicher gewesen sein, wer ihm das Fleisch verkauft hatte,
weil er, nachdem er Smithfield terrorisiert hatte, nach Whitechappell und Eastcheape weiterzog
und dort den Schlachtern sogar noch mehr antat.

Der Geist verschwand schließlich so plötzlich, wie er aufgetaucht war, und das Rätsel darum,
ob er ein echtes Phantom oder nur ein raffinierter Possenreißer war, blieb bestehen.













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