Berichte und Fotos von Dr. Elmar R. Gruber
Mysteriöser und fesselnder Spuk, Parapsychologen decken auf
 
Zahlreiche Fälle von Prof. Dr. Hans Bender (1907-1991)



Matthew Manning




Der Rosenheim Spuk


D
er vielleicht berühmteste Spukfall der modernen Parapsychologie trug sich in den Jahren 1967 und 1968
in der Kanzlei des Rechtsanwalts Sigmund Adam in Rosenheim zu.

Die unerklärlichen Ereignisse begannen mit eigenartigen elektrischen Störungen,
weswegen der Anwalt das Elektrizitätswerk um Hilfe bat.
Lampen gingen von selber an und aus, drehten sich aus den Fassungen, bisweilen explodierten sie mit großem Knall.
Während des Telefonierens brachen Gespräche zusammen, alle vier Apparate klingelten gleichzeitig,
ohne dass jemand angerufen hatte. Die Telefonrechnungen stiegen unerklärlicherweise in astronomische Höhen.
Elektro-Firmen und die Post überprüften Strom- und Telefonnetz gründlich und konnten nichts Ungewöhnliches feststellen.

Am 19. Oktober 1967 beobachtete Rechtsanwalt Adam gemeinsam mit einem Steuerbevollmächtigten,
wie der Zeiger der Telefon-Zähluhr vorrückte, obwohl mit Sicherheit niemand telefonierte.
Die Post registrierte zu diesem Zeitpunkt mehrere Anrufe bei der Zeitansage 0119.
Die Postbediensteten und die Revisoren des Elektrowerks standen vor einem Rätsel.

Die Phänomene eskalierten:
Man hörte Knallgeräusche, Bilder bewegten sich an den Wänden, Telefonapparate läuteten ständig,
ohne dass ein Anrufer am anderen Ende der Leitung war und Lampen schwangen manchmal so heftig, dass sie an der Decke anschlugen.
Die Flüssigkeit eines Kopiergeräts wurde ohne erkennbare Ursache verspritzt.

Man vermutete Stromstörungen im elektrischen Leitungsnetz als Ursache.
Die Stadtwerke stellten ständig kontrollierende Spannungs- und Stromschreiber auf, die abnorme Vollausschläge registrierten,
auch dann noch, als die Kanzlei durch ein Notstromaggregat versorgt wurde.
Die Bundespost prüfte die Telefongespräche durch ein Kontrollgerät in der Fernmeldezentrale und stellte fest,
dass wochenlang ständig die Zeitansage gewählt wurde, oft fünf Mal in einer Minute.
Über die Geschehnisse in der Anwaltskanzlei wurde in der Fernseh-Sendung des ZDF Drehscheibe berichtet.
Diese Reportage erregte die Aufmerksamkeit des Freiburger Parapsychologen Hans Bender.



Parapsychologe Prof. Hans Bender


Im Dezember 1967 begann Bender mit Physikern des Max-Planck-Instituts in Garching seine Untersuchung.
Die Physiker registrierten abnorme Ausschläge an Strom- und Spannungsschreibern, ohne dass eine Netzspannungserhöhung aufgetreten wäre.
Manche Zeigerausschläge hatten eine so hohe Amplitude, dass sie über die Messskala hinausgingen
und erfolgten mit derartiger Heftigkeit, dass das Aufzeichnungspapier zerriss.
Auch nachdem sie alle denkbaren Ursachen systematisch ausgeschlossen hatten, zeigten die Schreiber weiterhin abnorme Ausschläge.

Das Ergebnis der Physiker:
Obwohl die Phänomene mit den Mitteln der Physik festgestellt wurden, konnten sie nicht mit denselben Mitteln erklärt werden;
sie schienen auf unbekannte, nichtperiodische kurzzeitig wirkende Kräfte zurückzugehen.
Woher kamen diese intelligent gesteuerten Kräfte?
Hans Bender fand bald heraus, dass sich die Phänomene immer in Anwesenheit der Büroangestellten Annemarie ereigneten.
Sie war offensichtlich die Fokusperson dieser merkwürdigen psychokinetischen Phänomene.
Noch einmal steigerten sich die Phänomene. Bilder drehten sich an den Wänden, Wandteller fielen herunter,
Schubladen kamen aus den Zügen und schließlich bewegte sich ein zwei Zentner schwerer Aktenschrank um dreißig Zentimeter in den Raum.

Als Annemarie auf Urlaub geschickt wurde, hörten die Phänomene schlagartig auf.
Sie begannen wieder, als sie zurückkehrte.
Wie beim Spuk die Phänomene unterbewusst intelligent gesteuert werden, zeigt etwa die häufige,
psychokinetisch bewirkte Wahl der Rufnummer für die Zeitansage.
Annemarie war mit ihrem Beruf äußerst unzufrieden und unglücklich.
In der Wahl der Zeitansage offenbart sich das ständige Nachfragen ihres unterbewussten Geistes,
wann es endlich Zeit war, nach Hause gehen zu können.

Der Rosenheimer Spuk geriet in der Folge ins Kreuzfeuer der Kritik.
Eine oft vorgebrachte Erklärung der Geschehnisse seien defekte Röntgengeräte im gleichen Hause.

Fachleute für physikalische Röntgenanlagen konnten allerdings die Hypothese von "Wanderwellen" oder "Stoßwellen"
als Hochfrequenzstörungen durch eine Röntgenanlage eindeutig zurückweisen.
Somit bleibt der Fall Rosenheim einer der durch naturwissenschaftliche Methoden am besten untersuchten Spukfälle.




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Hinweis:
Mit freundlicher Genehmigung für GespensterWeb von Dr. Elmar R. Gruber
With courticy of Dr. Elmar R. Gruber acting for the GespensterWeb
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