Das Gespenst von Combermere



Die Frau in Braun


D
ie “Frau in Braun” geistert seit dem 17.Jahrhundert
durch das Herrenhaus von Raynham Hall
und wurde immer wieder beobachtet.

Am späten Nachmittag des
19. September 1936 machten der Berufsfotograf, C. Provand,
und sein Assistent, Indre Shiraund, Fotos von dem Haus.
Während sie den Treppenaufgang aufnahmen, berichtete der Assistent,
sah er eine gespenstische Gestalt die Treppen herunter kommen.

Dieses Bild wird von Experten für echt gehalten.

Ihren Namen bekam sie von dem braunen Brocad-Kleid, in dem sie öfter gesehen wurde.

Es wird angenommen, dass es sich bei dem Geist um Lady Dorothy Walpole handelt, die einst in Raynham Hall lebte.

Geboren 1686, starb sie offiziell am 29. März 1726
im Alter von 40 Jahren an den Pocken.




Viele glauben aber, dass sie, nach einer Affäre mit Lord Wharton auf Anordnung ihres Ehemannes, Second Viscount Townshend, von der großen Treppe zu Tode gestürzt wurde.
Auf der Suche nach ihren 5 Kindern geistert sie nun auf ewig durchs Haus.

1849 wurde sie gegen Mitternacht von Major Loftus und seinem Freund,
ein Mann namens Hawkins, gesehen, wie sie in ihrem braunen Kleid
die Treppe herunter schwebte.

In der folgenden Nacht trat sie erneut auf und der Major bekam diesmal einen
“Mords-Schreck”, als er ihre leeren Augenhöhlen bemerkte.
Raynham Hall wurde darauf völlig auf den Kopf gestellt, alles wurde nach der Lady
durchsucht und sogar eine Detektiv-Firma wurde eingeschaltet, ohne Ergebnis.




1926 erschien sie einer Lady Townshend,
die von der Existenz eines Geistes auf Raynham Hall gar nichts wußte.

Sie schwor nach ihrer Begegnung mit der “Braunen Lady”,
immer noch vor Angst schlotternd,
dem lebendig gewordenem Portrait von Dorothy begegnet zu sein.







1936 hatte der Schriftsteller Captain Marryat eine unheimliche Begegnung
mit der “Lady in Braun”:
Er hatte darum gebeten, in dem Raum, in dem die “Lady” öfter erschienen war, übernachten zu dürfen. Während er noch mit anderen Gästen über den Geist seine Scherze machte, erschien die “Lady” plötzlich direkt vor ihm wie aus dem Nichts.

Durch das, wie er später sagte, “wahrhaft diabolische” Aussehen der “Lady” zu Tode
erschrocken, schoss er nicht gerade zimperlich mit seinem, extra zur Geisterjagd
mitgeführtem Schrotgewehr auf die Dame.
Die Kugeln gingen glatt durch den Geist hindurch und wurden später im Türrahmen
an der Wand gegenüber gefunden.




Zum Schluss noch ein Zitat von König Georg IV, dem die “Braune Lady” bei einer Übernachtung
auf Raynham Hall am Fußende seines Bettes erschienen war:

“Nie wieder möchte ich auch nur eine Stunde
in diesem verfluchten Haus verbringen,
denn heute Nacht habe ich etwas gesehen,
was ich, bei Gott, nie wieder sehen möchte!”










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