Fragen & Antworten



Die Séance und der Vermittler (Medium)


V
iele Medien identifizieren sich nicht gerne mit dem Begriff "Medium".
Sie nennen sich Vermittler, wobei diese Bezeichnung sogar treffender ist.

Der Vermittler (wir wollen diesen Begriff mal beibehalten, obwohl der Begriff des "Mediums" bekannter ist) stellt seinen Körper,
für den Zeitraum einer Séance, den Geistern zur Verfügung. Er ist die Verbindung zwischen Jenseits und Diesseits.



Madame d` Espérance
Eines der ersten bekanntesten Medien im
ausgehenden 19. Jahrhundert.


Die Geschichte des Vermittlers geht weit zurück.
Man kann nicht genau sagen, wann und wo sich hier Ursprünge finden lassen.
Die häufigsten Darstellungen von Séancen finden sich jedoch in England des 19. Jahrhunderts.

Séancen wurden fast ausschließlich zur Beschwörung von Verstorbenen abgehalten.
Man setzte sie aber auch dazu ein, Poltergeister und Spukerscheinungen zu erklären bzw. sie anhand einer Séance
zu vertreiben oder enden zu lassen. Gerade in abgelegenen Herrenhäusern wird uns dieses Szenario heute noch dargestellt.

Vermittler waren selbst damals nicht billig. Sie erkannten sehr schnell, dass sie durch ihre Gabe viel Geld verdienen konnten.
Somit war eine Geisterbeschwörung mit einem Vermittler lediglich der mittleren und höheren Gesellschaftsklasse möglich.
Es finden sich zwar noch recht wenige Vermittler, die seriös und zuverlässig arbeiten, aber auch diese haben heute noch ihren Preis.

Vor Scharlatanen und Betrügern sollte man sich gerade hier hüten.
Es sind sehr schnell einige fremd klingende Formeln gesprochen und mystisch wirkende Räume erstellt,
die den Aufsuchenden beeindrucken und verwirren sollen.

Danach wird oft "abkassiert" und der Besucher merkt noch nicht einmal, dass er betrogen wurde.

Gute und seriöse Vermittler sind daher selten.



Das berühmte russische Medium Nina Kulagina.
Sie starb im April 1990


Was passiert bei einer Séance ?

Der Vermittler sitzt in der Regel am Rande eines geschlossenen Kreises, am Stirnpunkt.
Man unterscheidet hier jedoch Gruppen-, von Einzelsitzungen.
Nach einem meist lockeren Gespräch untereinander, schließt der Vermittler die Augen, lehnt sich zurück und atmet tief ein und aus.
Er versetzt sich in eine spektrale Sphäre, die einem tranceähnlichen Zustand gleich kommt.
Nach kurzer Zeit machen sich Veränderungen der Gestik, Mimik und Stimme bemerkbar.
Sitz- und Körperhaltungen können stark variieren.
Sobald der Kontakt zu einem Geist hergestellt wurde, begrüßt dieser die Gruppe.
Es ist nicht selten, dass er erst einmal zu erzählen beginnt.
Man kommt teilweise gar nicht dazu, im angefertigten Fragenkatalog nachzuschauen,
da man - ohne danach gefragt zu haben - des öfteren einfach eine Antwort auf eine aufgeschriebene Frage bekommt.
Der Kontakt sollte mit Fragen aufrechterhalten werden. Jede gegebene Information muss aufgeschrieben werden.
Bei einer Gruppensitzung ist es leider etwas schwierig, Informationen, bezogen auf die eigene Person, festzuhalten.



Doris Stokes,
ein ebenfalls sehr bekanntes englisches Medium
verfügt über außergewöhnliche Wahrnehmungen:
Sie kann Tote sprechen hören !


Séancen können im Ablauf unterschiedlich sein. Es besteht die Möglichkeit, nicht nur mit einem einzigen,
sondern mit mehreren Geistern zu sprechen, jedoch nacheinander.

Die Séance ist die einfachste, reinste und ausführlichste Art, mit Geistern zu kommunizieren.
Es braucht auf keine Zeichen, Schriften, Buchstaben etc. geachtet zu werden, da man sich direkt mit dem Geist
(über den Körper des Vermittlers, der ihm diesen zur Verfügung stellt) unterhält.
Es findet ein richtiges Gespräch statt, bei dem man diskutieren und auch nachfragen kann, was sich bei anderen Praktiken als schwierig erweist.
Die Informationen sind rein und frei von Interpretationsfehlern.
Man erweist sich dieser Information für würdig, wenn sich damit befasst und auseinandergesetzt wird.

Letzten Endes interpretiert es jede Person für sich.
Nur so erfährt man, ob eine Aussage zutrifft oder eingetroffen ist.
 


Doris Stokes bei einem ihrer Auftritte im englischen Fernsehen
(Dezember 1979)














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