Erkennungsmerkmale eines Werwolfes



Entstehung, Geschichte und Mythologie


D
er Ursprung des Werwolfs-Glaubens:
Als Lykaon, der König der Arkadier, dem Zeus Menschenfleisch vorsetzte, verwandelte ihn der Göttervater in einen Wolf,
der fortan heulend durch die Wälder zog. Damit hatten die Götter ein Privileg, das sie bisher nur für sich selbst in Anspruch nahmen,
auch den Menschen zuteil werden lassen. Aber die Fähigkeit, sich in Tiere zu verwandeln, gewährten sie nur als Druckmittel und Strafe,
und an die Stelle der Götter traten bald die Priester und Zauberer, die die vielen Metamorphosen in Szene setzten.

Die Sage von der Gottlosigkeit und Wildheit des arkadischen Königs Lykaon hängt mit den Menschenopfern zusammen,
die noch im 4. Jahrhundert v. Chr. auf dem Gipfel des Lykaion, des "Wolfsbergs", dem Zeus Lykaios dargebracht wurden.
Wer von dem geopferten Fleisch aß, der wurde, so glaubte man, in einen Wolf verwandelt und bekam erst zehn Jahre danach
(so Pausanias in der "Beschreibung Griechenlands", VI, 8,2) seine menschliche Gestalt zurück.



 Der Film "American Werewolf" ist ein Klassiker


An jenen Kultus knüpfen sich allerlei Werwolfgeschichten an:
Nach Lykaon heißen die Menschen, die an dem Wahn leiden, in einen reißenden Wolf verwandelt zu sein
und ihre Mitmenschen zu verschlingen, Lykanthropen.

Werwölfe sind ein Teil der Geschichte des Menschen in allen Facetten.
In vielen Kulturen werden sie als Zauberwesen mit übernatürlichen Kräften und als Mittler zwischen der Welt
der Menschen und Tiere gesehen. In der Abendländischen Tradition sind sie aber jedoch fast nur als
Ausgeburt des Teufels und als Wesen des Bösen bekannt. Neben dem Teufel ist der Werwolf wohl der
Dienstälteste "Bösewicht" den die Welt kennt. So ziehen sich aber die Überlieferungen
über Jahrhunderte hinweg bis in unsere heutige Zeit.

Vor ungefähr 2400 Jahren schrieb der griechische Geschichtsschreiber Herodot über Menschen (im heutigen Litauen),
dass Griechen und Skythen die Neurer für Zauberer hielten, die sich jedes Jahr ein paar Tage lang in Wölfe zu verwandeln würden.
Heute nimmt man allerdings an dass sie sich als Wölfe verkleideten.





Petronius, der von 54 bis 66 n. Chr. lebte schrieb mit seinem heute noch bekannten satyrischen Roman "Satyricon" eine Werwolfgeschichte.
"Satyricon", das zur Zeit Neros als Unterhaltungsliteratur verfasst wurde, hat einen Werwolf zu bieten,
die durchaus mit einer Kinoversion des 20. Jahrhunderts mithalten kann.

Eine weitere Quelle besagt, dass die Legende des Werwolfes auf die Wikinger zurück geht.
Bevor sie in den Kampf zogen, sollen sie sich Wolfsfelle übergezogen haben.
Anschließend steigerten sie durch gewisse Rituale ihren Adrenalinspiegel, bis sie in die so genannte "Bersekerwut" verfielen.
In diesem Zustand wurden die innersten animalischen Instinkte freigelegt und sie mutierten zu regelrechten Kampfmaschinen.
Die Wikinger sollen in ihrem Wahn, ihre Opfer mit ihren bloßen Händen zerrissen haben.
Nach der Schlacht brachen sie schließlich völlig erschöpft zusammen.
Stunden später, nach ihrem Erwachen, konnten sie sich zum Teil nicht mehr an ihre Bluttaten erinnern.













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