Geisterfotografie
in der Vergangenheit



M
it der raschen wissenschaftlichen Entwicklung im 19ten Jahrhundert wuchs auch der Drang
in der Gesellschaft, sämtliche unerklärlichen Dinge erklärbar zu machen.’
Dies schloss natürlich auch die Frage, was mit uns nach dem Tod geschieht, mit ein.
Somit erreichte auch der Spiritismus seinen Höhepunkt zu dieser Zeit.
Damals wurden auch immer mehr Verfahren entwickelt um Kontakte mit dem Jenseits,
in welcher Form auch immer, herzustellen.
Mit der Entwicklung des Fotoapparats wurde ein wichtiges Medium für die
parapsychologische Forschung dieser Zeit geschaffen.
Die Fotografie galt schon in ihren Anfängen als Mysterium des substanzlos Realen.
Jedes Foto hat an sich schon etwas Geisterhaftes, weil es ein Bruchstück, ein Restbild aus der Vergangenheit darstellt und zudem tauchen immer wieder unerklärliche Anomalien auf ihnen auf. Paranormale Abbilder von Verstorbenen, Lichtphänomene und anderen Wesenheiten die während der Bildaufnahme noch nicht zu sehen waren, erschienen auf dem entwickelten Film.
Viele Bilder sind in ihrer Entstehung leicht erklärbar, andere wiederum bleiben der Wissenschaft
bis heute ein Rätsel.

Eine der ersten Aufnahmen, die den Geist eines Verstorbenen zeigen soll, entstand im Jahr 1861 als  Fotograf William H. Mumler auf einem Selbstbildnis seine verstorbene Kusine zu sehen glaubte.
Mit diesen Aufnahmen trat er als erster "Geisterfotograf" an die Öffentlichkeit.
Bis heute konnte ihm keine Art der Fälschung nachgewiesen werden.
Ein beeindruckendes Beispiel für seine Glaubwürdigkeit war ein Experiment
mit der Ehefrau des ermordeten Präsidenten Lincoln.
Sie ließ sich unter falschen Namen von ihn ablichten und auf diesem Bild war das Gesicht ihres verstorbenen Mannes im Hintergrund zu sehen.

Einige Bilder Mumlers sind auch auf GespensterWeb unter Gepensterfotos zu finden:
"Die Galerie des Schreckens"

Ein weiterer berühmter Geisterfotograf ist der aus Frankreich stammende M. Baraduc (1850-1909).
Er spezialisierte sich darauf, Fotos unmittelbar nach dem Tod eines Menschen aufzunehmen
und diese dann auf sonderbare Inhalte zu prüfen.
Er fotografierte unter Anderem seine eigene Frau auf dem Totenbett,
nachdem sie wenige Minuten vorher aus dem Leben geschieden war.
Die Aufnahmen zeigten eine seltsame nebelartige Substanz,
die aus ihrem leblosen Körper aufzusteigen schien.
Er selber glaubte damit den ultimativen Beweis für die Existenz einer Seele in der Hand zu halten.
Bei den meisten Wissenschaftlern seiner Zeit stieß er aber auf große Ungläubigkeit, da damals ein Fortleben nach dem Tod von der Gesellschaft aus ideologischen Gründen abgelehnt wurde.

Weitere bekannte Aufnahmen entstanden z. B. 1936 in dem Herrenhaus von Raynham Hall.
Die Aufnahme der "braunen Dame von Raynham Hall" gilt als eine der bekanntesten Geisterfotografien.
Das Bild und die dazugehörige Geschichte ist hier auf GespensterWeb zu finden:
“Die Frau in Braun”

Zeitgleich mit diesen glaubwürdigen Fällen entwickelte sich in Amerika
und etwas später auch in Europa eine lukratives Geschäft mit der Geisterfotografie.
Auf einmal wurden immer mehr Bilder mit geisterhaften Abbildern entdeckt und veröffentlicht.
In den meisten Fällen handelte sich es aber um simple Fälschungen, die aber von der Bevölkerung nicht als solche erkannt wurden, da die dahinter steckende Technik nicht zur Allgemeinbildung gehörte.
Sie zeigten oft  Gesichter von Verstorbenen, die über dem Fotografierten zu schweben schienen.
Diese gefälschten Geisterbilder, meistens einfache Doppelbelichtungen,
wurden von findigen Fotografen für teures Geld an leichtgläubige Kunden verkauft.
Die Liste der Betrüger ist lang, jedoch wurden viele von ihnen überführt und des Betruges angeklagt.
Mit dem Erscheinen einiger Bücher, welche die betrügerische Arbeit einiger Fotografen entlarvten,
wurde dem Treiben durch die voranschreitende Aufklärung der Gesellschaft ein jähes Ende gesetzt.

Das Bildmaterial, das sich auf der ganzen Welt in all den Jahren angesammelt hat,
ist von überwältigendem Umfang.
Gerade durch die Kombination mit den vielen anderen Techniken,
die heute im Bereich der Parapsychologie angewendet werden,
wird die Beweislast für die Existenz von Geistwesen immer erdrückender.
Leider ist die Geisterfotografie in unserer heutigen Zeit allein durch die vielen
bewussten Fälschungen stark in Verruf geraten.
Die heutige Technik macht es nunmal möglich Fälschungen von Bildern zu erstellen,
die vom Original kaum noch zu unterscheiden sind.
Es bleiben die vielen Bilder aus der Vergangenheit bei denen einige Arten der Bildbearbeitung,
wie z. B. die Nachbearbeitung am PC, völlig ausgeschlossen werden können.
Interessant sind sie allemal und bieten uns auch heute noch genügend Diskussionsgrundlagen
für das uns alle bewegende Thema des Lebens nach dem Tod.



 


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