Gilles des Rais


Gilles de Rais
Baron von Rais/Retz (1404-1440)





Ohne Zweifel kann Gilles de Rais mit seiner Grausamkeit der Gräfin Bathory
und Graf Dracul in jeder Hinsicht das Wasser reichen.
Es bleibt einem selbst überlassen zu beurteilen, wer von den dreien als der Brutalste
in die Geschichte der "Vampire" einging.

Baron de Rais war bekanntlich Gefährte der Jeanne d'Arc.
Er selber ein französischer Kriegsherr, Marschall und ein bedeutender Feudalherr.
Sein rückhaltloser Einsatz als Kriegsherr wird in historischen Dokumenten immer wieder hervorgehoben.
Der französische "Edelmann" hatte jedoch eine furchtbare Leidenschaft:
In zahlreichen Messen opferte er für seine Dämonen die Kinder aus der Umgebung.
Dabei vergewaltigte, folterte, enthauptete und verstümmelte er sie auf die grausamste Art und Weise.
Später behauptete de Rais, von dem Geschichtsschreiber Suetonius, dazu angeregt worden zu sein
(In diesem Buch wird ausführlich über die grausamen Ausschweifungen
römischer Cäsaren mit Kindern berichtet).

Seine Taten waren bekannt, doch es traute sich keiner ihn eines Verbrechens zu bezichtigen.
Jean de Malestroit, Bischof von Nantes, dem seit vielen Jahren Klagen von Angehörigen
zu Ohren gekommen waren,
nahm heimlich Ermittlungen gegen den Baron und Marschall Frankreichs auf.
Er hatte jedoch keine rechtliche Handhabe, gegen ihn vorzugehen.

De Rais lebte sehr verschwenderisch. Irgendwann wurden Notpfändungen zur Tagesordnung
und letzten Endes drohte auch seine Burg eingenommen zu werden.
Erst ab 1440 begannen die Gerichtsinstanzen der Bretagne zu arbeiten.
Am 8. Oktober des Jahres wurde de Rais förmlich des Massenmordes und der
"Dämonenbeschwörung und Ketzerei" angeklagt.
Am 15. Oktober gestand er vor Gericht.
Ihm war es aber nicht möglich, die große Zahl seiner Opfer zu beziffern.
Nachweisen konnte man ihm nur das was man an Leichen und Skeletten vorgefunden hatte:
140 Morde. Aber man war sich sicher, dass mindestens 400 Menschen von ihm getötet worden sind.

Am 26. Oktober 1440 wurde de Rais in Biesse gehenkt.
Anschließend wurde sein Körper verbrannt.

Seine brutalen Morde und sadistischen Exzesse leben bis heute
in der Gestalt des Blaubart mythisch weiter:
Die Legende vom bösen Blaubart, der nachts die kleinen Kinder holt.





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