Vampir-Gedichte



Kleines Vampir-Lexikon


A
ugustin Calmet

lexanton

Gelehrter Benediktiner, geboren 1672 bei Toulouse, gestorben 1757 in Paris.
Er ist der Verfasser einer der bedeutendsten Schriften über Vampire.
1751 auch in Deutschland erschienen.
Sein oberstes Leitmotiv in seiner Beweisführung ist die Widerlegung der These,
dass Tote aus eigenem Antrieb oder auf Geheiß Satans ihre Gräber verlassen könnten.


Anthropophagie

Ist die fachliche Bezeichnung für Kannibalismus und Menschenfresserei.
Siehe dazu unter: Kannibalismus


Blut

Das hebräische Wort für Blut lautet Dam.
Fügt man den Buchstaben A hinzu, dem die Eigenschaft von Luft zugeschrieben wird,
so erhält man Adam, das erste menschliche Wesen.
Demzufolge ist der erste Mensch aus Blut und Luft erschaffen.
In der frühen Vorstellung war Blut der Träger des Lebens.
Mit Blut wird vieles besiegelt oder auch verbunden (Blutsbrüderschaft).
Blut zu sich zu nehmen, wird allgemein stark mit einem Wiederleben assoziiert.
Blut von jungen Menschen wirkt angeblich wie ein Jungbrunnen.
Zudem sollen die Eigenschaften des "Besitzers" übertragen werden, wenn man dessen Blut trinkt.
Blut herzugeben ist aber mit Sünde verbunden. Im Mittelalter gab es dafür hohe Strafen.
Der Gott Israels sprach:
"Denn das Leibes Leben ist im Blut, ... und ich habe den Kindern gesagt: ihr sollt kein Leibes Blut essen;
denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, wer es isst, der soll ausgerottet werden." (3. Mose 17)
Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass ein Vampir Blut saugt.
Es gibt ihm die nötige Kraft um sein Leben als ein Untoter weiter führen zu können.
Aber auch das Blut - und manchmal auch ganze Körperteile - eines Vampirs,
war stets eine wirksame Medizin gegen jegliche Art von Wunden bekannt, die auf einen Vampirangriff zurückgingen.
Man glaubte, es verhindere, dass das Opfer selbst zum Vampir wurde und unterstütze die Heilung.


Bram Stoker

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Abraham (Bram) Stoker (1847-1912)
Als Sohn eines kleinen Beamten in Dublin geboren. Absolvent des Trinity College.
Vielseitig gebildet, war er Mitglied philosophischer und historischer Gesellschaften und vor allem
Initiierter einer okkulten Loge, einer rosenkreuzlerischen: "Golden Dawn in the Outer".
Seinen Lebensunterhalt verdiente er zunächst als Beamter.
Das Theater faszinierte ihn jedoch sehr. So begann er 1871 Kritiken für die "Dublin Mail" zu schreiben.
Daneben verfasste er Feuilletonromane. Der erste wurde 1875 abgedruckt.
Ungefähr zu dieser Zeit lernte er den berühmten Schauspieler Sir Henry Irving kennen und wurde 1878 dessen Sekretär und Manager.
Irving sollte eines der Vorbilder für Stokers “Graf Dracula” werden.
1890 begann Stoker mit den Vorarbeiten für "Dracula".
Bei seinen Recherchen lernte er Armenius Vambery kennen, der ihn dazu brachte,
statt einem weiblichen Ober-Vampir den “Grafen Dracula” zu seinem Helden zu machen.
Der Roman spielt im Jahre 1892.


Christopher Lee

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Christopher Lee prägte 1958, in "Dracula", nachhaltig die Vorstellung von dem fahlen blutdurstigen Grafen.
Der neue Graf Dracula unterscheidet sich von seinem Vorgänger insbesondere durch
seinen unwiderstehlichen Charme, durch seine Bildung und Überlegenheit.
Zudem ist er ist noch brutaler, mächtiger und fordernder.
Christopher Lee gilt mittlerweile als Synonym für den adligen Blutsauger.


Eucharistie

(griech. Danksagung). Ursprüngliche Bedeutung/Definition:
Das dankend empfangene heilige Abendmahl.
Der Begriff Eucharistie findet sich als Bezeichnung für das Abendmahl erstmals bei "Ignatus von Antiochia" (2. Jh.).
In der katholischen Kirche zunächst Bezeichnung für Gesamtfeier (Messe),
dann auch für die geweihten Gaben des Brotes und Weines.
Im Vampirglauben verbirgt sich jedoch dahinter ein bestimmtes Ritual,
das den Schattenseiten der Menschheit zuzurechnen ist.


Fledermäuse

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Auch "Kobolde der Nacht" genannt. Sie sind das Symbol der Dunkelheit, Unsichtbarkeit und der Lautlosigkeit.
Unverdienterweise wurde die Fledermaus zu einem bösen Omen und zum Sinnbild des Todes.
Im Altertum war die Verwandlung in eine Fledermaus eine Strafe für ein sündhaftes Leben.
Die Fledermaus stand mit dem Teufel in Verbindung.
Denn nach dem Volksglauben wird der Teufelspakt mit ihrem Blut geschrieben.
Und auch sonst wurde allerlei Schwarzmagisches mit Fledermausblut getrieben.
Demnach ist es nicht verwunderlich, dass der Vampir mit Fledermäusen in Verbindung gebracht wird.
Schließlich gilt der Vampir als der Verbündete des Bösen.
Somit hat er die Fähigkeit sich in Fledermäuse zu verwandeln.
In dieser Gestalt kann er sich lautlos an seinen Opfern nähern und ihnen das Blut aussaugen.
Dabei gibt es weltweit nur drei Arten die sich wirklich von Blut ernähren.


Friedrich Wilhelm Murnau

Regisseur und Filmemacher von "Nosferatu". Geboren am 28.12.1888 als Friedrich Wilhelm Plumpe in Bielefeld.
Studium der Philologie und Kunstgeschichte in Heidelberg und Berlin.
Er gilt seit "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" (1921/22) als einer der bedeutendsten Regisseure des Stummfilms.
Ab 1923 arbeitet er in Hollywood.
Am 11.3.1931 starb Murnau in Santa Barbara bei einem Autounfall.


Gayal (Punjab-Vampir)

Bekannt in Indien. Er ist das Resultat eines mangelhaften Begräbnisses.
Entweder wurde er beerdigt ohne das entsprechende Riten durchgeführt wurden,
oder es wurde überhaupt keine Trauerfeier veranstaltet.
Dieses Wesen fällt über seine Angehörigen und die Kinder seiner Nachbarn her.
Kann nur vernichtet werden, wenn man die Trauerfeierlichkeiten nachholt und seinen Leichnam verbrennt.


Halluzination

Def.: Eine Trugwahrnehmung, die ohne reale Ursachen u. Mitwirkung der Sinnesorgane zustande kommt.
Halluzinationen kommen bei Vergiftungen vor, z.B. durch Alkohol,
durch bestimmte Rauschmittel und bei Psychosen wie Schizophrenie.
Sie können auf alle Sinnesqualitäten bezogen sein: akustische, optische, Geruchs-, Geschmacks- und Tasthalluzination.
Manche Quellen behaupten, jegliche Erscheinungen von Vampiren,
Dämonen und Sonstigem, seien auf Halluzinationen zurückzuführen.
Andere sagen aus, dass wirkkräftige Pflanzen die Tore zu einer höheren Wahrnehmung öffnen
und ermöglichen so die Verwandlung in Tiere, Dämonen, Vampire und dergleichen.


Hexenhammer

In dem Werk "Malleus Maleficarum" (auch Hexenhammer genannt), eine Anleitung zur Hexenverfolgung,
eren Grundideen über die Existenz von Hexerei auch auf den Vampirismus übertragbar sind,
schreibt Leo Allatius, dies geschehe stets mit dem Einverständnis Gottes.
Der Vampir wandelt also getrennt von Gottes Gnade, auf Erden.
Er wird hier als Gottes Widersacher mit Satan in Verbindung gebracht.


Inkubus

Ein männlicher Vampir, der seine weiblichen Opfer mit Hilfe von Wollust
in Versuchung führt und den Beischlaf vollzieht, während sie schlafen.
Um seinen Angriff abzumildern, kann der Inkubus angeblich auch in die Gestalt
einer Person schlüpfen, die vom Opfer respektiert wird.
Angeblich kann er sich auch in eine Sukkubus verwandeln - sein weibliches Gegenstück.
Der Name Inkubus leitet sich aus der lateinischen Wurzel des Wortes "Inkubation" ab.


Johann Christoph Harenberg

Verfasser einer theologisch-philosophischen und historischen Ausführung über Vampire. Wolfenbüttel 1733
Überschrift: Vernünftige und christliche Gedanken über die Vampire oder blutsaugende Tote...
Inhalt der Ausführung beinhaltet unter anderem:
- Der gemeine Wahn von dem Schmacken-Fressen und Blut-Aussaugungen der Verstorbenen,
- Von der Unverweslichkeit gewisser Körper
- Die Meinungen der Alten von den Blut-gierigen und Blut-essenden Geistern und dem Ursprung
der Irrtümer von den Wirkungen der Geister, usw.


Kannibalismus

(span., nach den Kariben) Kannibalismus ist eng mit Vampirismus verknüpft.
In der Kulturanthropologie "Menschenfresserei" oder aber auch "Anthropophagie" genannt.
Die aus magischen Gründen entstandene, heute nahezu ausgerottete Sitte,
Teile von Menschen (erschlagenen Feinden, Kriegsgefangenen, verstorbenen Angehörigen [Endokannibalismus]) zu verspeisen,
um sich deren Lebenskraft (Mana) einzuverleiben.
Kannibalismus wird einzelnen Gebieten bzw. Stämmen in Afrika, Nord- und Südamerika, Südostasien,
Australien und Ozeanien zugeschrieben.


Leone Allaci

1945 veröffentlichte Leone Allaci seine Erkenntnisse und Theorien zum Thema Vampirismus.
Er konzentrierte sich dabei um seine Heimat Griechenland.
Er hält den Teufel für ausschlaggebend. Der Teufel (Vampir) macht sich auf zu seinen nächtlichen Reisen
durch die Dörfer und Täler und kommt dabei auch an Häusern vorbei.
Dort ruft er die Menschen bei ihren Namen, und wer ihm antwortet, der ist des Todes.
Leone Allaci beschäftigte sich unter anderem mit der Wirksamkeit von Exkommunikation und Absolution
und war von der Macht, die ihnen innewohnte, restlos überzeugt.


Ludovico Fatinelli

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Fatinelli, geboren in Florenz, war der Sohn eines Brillenmachers.
Er studierte an der Universität von Padura Medizin.
Einer seiner Lehrer war der große Wissenschaftler und Philosoph Galileo Galilei.
Fatinelli, machte in jungen Jahren als Erster die Beobachtung von Bakterien im Wasser.
Hier an der Universität entdeckte er, dass diese kleine Welt der Bakterien auch am lebenden Körper existiert.
Durch seine Beobachtungen, entwickelte der junge Wissenschafter die radikale These,
dass diese mikroskopischen Wesen, die wahre Quelle des Vampirismus sind.
Dazu hatte er zahlreiche Experimente an Tieren durchgeführt.
Im Januar 1616 veröffentlichte Fatinelli seine Entdeckung unter dem Titel:
"Eine wissenschaftliche Abhandlung über Vampire"
Leider hatte die Kirche zu der Zeit eine sehr hohe Stellungsmacht und bestand auf ihre eigene Vampir-Theorie.
Papst Paul V. empörte sich über Fatinellis Behauptung.
Das war ein harter Verstoß gegen das Kirchen Dogma.
Der junge Mann wurde zu einer Inquisition bestellt.
Er sollte seine These widerrufen, doch Fatinelli beharrte auf seiner Meinung.
Am 23. April 1616 wurde er lebendig am Scheiterhaufen verbrannt.
Die Kirche hoffte dieses Ereignis würde in Vergessenheit geraten.
Aber es kam ganz anders: Obwohl Fatinelli nicht mehr existierte, lebte seine Forschung weiter.
Vier Jahre nach seiner Hinrichtung tauchte die verbotene Abhandlung in einigen wissenschaftlichen Institutionen auf.
Dank Fatinellis Entdeckung, wurde es möglich:
Im Jahre 1795 entwickelte der Engländer Edward Jenner den ersten Impfstoff.


Maria Theresia (1717-1780)

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Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen, schickte ihren Leibarzt,
den angesehenen Wissenschaftler Gerard van Swieten, im Jahre 1755 nach Mähren,
um die dort entdeckte "Vampirlage" aufzuklären.
Dessen nüchterner und erklärender Bericht veranlasste sie zu einem Erlass über Vampire,
der alle traditionellen Prozesse untersagte und verfügte, dass Hinweise auf auferstandene Tote
nicht der Kirche, sondern den Behörden zu melden seien.


Nosferatu

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"Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" Ein Film von Friedrich Wilhelm Murnau.
Bereits mit der Erfindung des Kinos entstand 1922 dieser Film und gehört mit seinen Licht- und Schattenspielen
zu den großen Kunstwerken des expressionistischen Films.
Der auf dem Roman "Dracula" basierender Film heißt nur deswegen "Nosferatu",
weil Murnau keine Drehgenehmigung der Witwe Strokers erhielt.


O.T.O (Ordo Telpeli Orientis)

Ein magischer Orden, der sich mit den unterschiedlichsten esoterischen Disziplinen befasst,
unter anderem auch mit Vampirismus.


Penaggalan

Penaggalan ist eine Vampirfrau, die in Malaya ihr Unwesen treibt.
Sie soll ihre Opfer - vor allem Kinder - in der Nacht jagen.
Um sich vor ihren Angriffen zu schützen, streut man Dornen auf das Dach. Sie soll von erschreckendem Aussehen sein.
Angeblich blickt ihr Kopf nach hinten und die Eingeweide hängt aus ihrem Leib.
Die Dornen werden deshalb gestreut, weil sie sich in ihre Eingeweide bohren sollen um sie zu vernichten.


Ranft

Ranft gehörte zu den Kennern und Kritikern des Vampirismus.
Seinerzeit veröffentlichte er zahlreiche persönliche Standpunkte zum Vampirphänomen.
Es gab ein regelrechtes Duell zwischen Vogt, Stock und Harenberg und anderen Verfassern.
Ranft über seine Kollegen:
Man hat verschiedene Schriften in dieser Sache zu Gesichte bekommen.
Entweder sie haben die bloße speciem facti erzählt, oder voneinander abgeschrieben,
oder selbst so wunderliche Träume und Erscheinungen gehabt,
dass man sich vor denselben ebenso sehr zu fürchten hat als vor dem ungarischen Vampir selbst.


Sukkubus

Angeblich können die Dämonen die Gestalt eines Sukkubus annehmen,
Sex mit einem Mann haben und dessen Sperma dazu verwenden,
eine Frau zu schwängern, die er in Gestalt eines Inkubus heimsuchte.
Der Fall von Papst Sylvester II und einem Sukkubus war damals wohl bekannt.


Teufelskraut

Wurde von mexikanischen Zauberern oder Magiern benutzt um sich in Tiere zu verwandeln.
Carlos Castaneda soll dabei selbst Zeuge gewesen sein.
Darüber berichtet er ausführlich in seinem Buch "Die Lehren des Don Juan".


Tibetanische Totenbuch (Bardo Thodol)

Die modernen Vampire kennen es schon.
Das Buch enthält Techniken, die angeblich einen guten Tod gewährleisten.
Es soll dem Sterbenden dabei helfen, den Zyklus von Tod und Wiedergeburt zu überwinden.
Es lehrt, dass man schon zu Lebzeiten den Blut trinkenden Gottheiten huldigen soll.


Vampirmesse

Vampirmesse - oder Phoenixmesse - ist das bekannteste Ritual,
das Aleister Crowley zu diesem Thema entwickelte.
Der berühmte Magier studierte und praktizierte den Vampirismus,
die für Nichteingeweihte praktisch unverständlich bleibt.


William Polidori

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Verfasser von "The Vampire" (1819), der ersten veröffentlichten Vampirgeschichte
in der englischen Literatur, die Lord Byron zugeschrieben wurde.
"The Vampire" erzielte einen ungeahnten Erfolg. Es gab viele Fortsetzungen und Übersetzungen.
Die erste Deutsche Ausgabe erschien 1819.
Auch Goethe war ein begeisterter Leser dieser Geschichten.


Ziegensauger (Chupacabras)

Eine Wesenheit, die man für jene rätselhaften Angriffe verantwortlich machte,
über die vor einiger Zeit weltweit berichtet wurde.
Über mehrere Jahre hinweg sollen Farmtiere angegriffen und verstümmelt worden sein.
In den Körpern der toten Tiere befand sich kein Tropfen Blut mehr.
Angeblich sollen die Verstümmelungen mit chirurgischer Sorgfalt und einer
ausgeklügelten Technik ausgeführt worden sein.
Bei den jüngsten Vorfällen sei das Wesen gesichtet worden.
Es soll etwa 4 bis 5 Fuß groß sein, habe angeblich lange Eckzähne - wie ein Vampir -, große rot glühende Augen,
klauenartige Füße, einen Rücken wie ein Leguan und eine dunkelgraue Haut.











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