Martin Luther über Nachzehrer


Martin Luther in seinen "Tischreden":

Es schrieb ein Pfarrherr M. Georgen Rörer gen Wittenberg,
wie ein Weib auf einem Dorf gestorben wäre,
und nun, weil sie begraben, fresse sie sich selbst im Grabe,
darum wären schier alle Menschen im selben Dorf gestorben.
Und bat, er wolle D. Martin fragen, was er dazu riethe.

Der sprach:
" Das ist des Teufels Betrügerei und Bosheit;
wenn sie es nicht gläubten, so schadete es ihnen nicht,
und hieltens gewiss für nichts anders, denn für des Teufels Gespenst.
Aber weil sie so abergläubisch wären, so stürben sie nur immerdar je mehr dahin.
Und wenn man solchs wüsste,
sollt man die Leute nicht do freventlich ins Grab werfen,
sondern sagen:
Da friss, Teufel, da hast du Gesalzens! Du betreugest uns nicht!"




 


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