Schreibender Tisch



Tischrücken


D
as Tischrücken wurde erstmals um 1850 in Deutschland praktiziert.

Als Instrument dient ein einfacher Tisch, der lediglich geleimt ist.
Keinerlei Metall - in Form von Nägeln und Schrauben - darf in diesem Tisch vorhanden sein.
Der Tisch muss ausreichend genug Platz bieten, damit eine Gruppe, bestehend aus mehreren Personen, bequem daran sitzen kann.
 


Eine Séance in der die Praktiken des “Tischrückens” angewendet werden.
Das Bild stammt aus dem Jahr 1910


Wie funktioniert es ?

Jede Person legt nun beide Hände flach, mit ausgespreizten Fingern, auf den Tisch.
Eine Leitfigur (vorher ausgesuchte Person) beginnt dann mit der Anrufung eines Geistes,
hier vorzugsweise Geister verstorbener Mitmenschen oder Angehöriger.

Wenn der Tisch beginnt sich zu bewegen, kann mit der eigentlichen Befragung des beschworenen Geister begonnen werden.
Der Kommunikationswert des Tischrückens ist jedoch sehr bescheiden.
Fragen müssen so gestellt werden, dass der Geist mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann.
Die Äußerung des Geistes stellt sich so dar, dass sich ein Bein des Tisches hebt, um anschließend auf den Boden zu klopfen.

Ein „Ja“ und ein „Nein“ kann von den Beteiligten so interpretiert werden,
dass der Tisch für ein „Ja“ einmal und für ein „Nein“ zweimal auf den Boden klopft.




Das Tischrücken gelang sehr schnell aus der Mode.
Scharlatane und Betrüger nutzten die Aufmerksamkeit und Neugier der Beteiligten aus,
indem sie mit den Knien unter dem Tisch das Klopfen beeinflussten oder künstlich erzeugten.

Gewissenhaften und seriösen Kreisen wurde diese Art der Kommunikation rasch zu eintönig.
Es gab genügend anderer Möglichkeiten zur Kontaktierung von Geistern,
die ausführlichere Informationen gaben, als ein einfaches „Ja“ oder „Nein“.













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