Kleines Vampir-Lexikon



Vampir-Krankheiten


Z
ahlreiche Krankheiten, die bestimmte Symptome aufweisen bzw. hervorrufen,
wurden damals mit dem Vampirphänomen in Verbindung gebracht.
Die Wichtigsten unter ihnen sind:


Anthropophagie
(Auch Kannibalismus genannt, s. dazu im Vampir-Lexikon)


Hämatophilie

Die Veranlagung bei Männern, die beim Anblick von fließendem Blut sexuelle Befriedigung empfinden, ist bekannt.
Genauer gesagt, der Zusammenhang von Wollust und Grausamkeit mit dem Drang Blut zu vergießen
und Blut zu sehen, um sexuellen Blutrausch zu erleben.
Für diese Art von Blutfetischisten benutzt man in der Sexualpathologie die Bezeichnung "lebender Vampir".
Blut übt also auf einen lebenden Vampir eine "partielle Attraktion" aus.
Diese Veranlagung nennt man auch Hämatophilie und die harmloseste Form
äußert sich in lebhaften Träumen und Vorstellungen von Blut.
Im Idealfall ist er nur im Traum ein aggressiver "Blutsauger".
Jedoch ist damit nicht gesagt, das Hämatophilie Personen unbedingt Blut mögen.
Nur wenige unter ihnen sind wirklich Blutgenießer.


Hämatodipsie

Eine Steigerung der Hämatophilie ist die Hämatodipsie, ein rein erotischer Blutdurst.
Die sexuelle Befriedigung stellt sich nur noch beim Sehen oder Schmecken von Blut ein.
Der Blutgenuss ersetzt somit jede Art von Geschlechtsverkehr.
Das Geschlecht des Opfers spielt dabei keine Rolle.
Danach interessieren sie sich im Allgemeinen nicht mehr für die Leichen.


Nekrosadismus

Nekrosadisten sind oft Sexualmörder die den sexuellen Trieb verspüren, die Leichen anschließend zu verstümmeln.
Die Begierde äußert sich als unterdrückter Kannibalismus.
"Reine" Nekrophile sind Menschen, die beim Umgang von Leichen geschlechtliche Erregung verspüren.
Auch bei ihnen gibt es sexuelle und sadistische Motive, die ihre Handlungen entscheidend beeinflussen können.
 

Lykanthrophie

wurde ausführlich im Kapitel Werwölfe beschreiben
 

Zahnfehlstellungen

Es gibt bei Menschen keinesfalls selten Fehlstellungen der Zähne, die den Eindruck
erwecken können, dass man einem Vampir gegenübersteht.
Die folgenden Beispiele dokumentieren dies:






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Hier einige bekannte Fälle von Krankheiten mit Vampir-Symptomen:

Peter Kürten





Peter Kürten, auch bekannt als der "Vampir von Düsseldorf", kam 1883 zur Welt.
Seine ersten Opfer waren Tiere. Irgendwann fiel er über Menschen her.
Durch Peter Kürtens Arzt wurde bekannt, das er Blut angeblich sogar hören konnte.
Nur das Blut war ausschlaggebend für seine Gräueltaten.
Das Würgen der Opfer allein brachte keine Befriedigung.
Erst durch das Fließen von Blut bekam er die ersehnte Erleichterung.
1931 wurde er hingerichtet.


John Haigh

Der Vampir von London schrieb in der Nacht vor seiner Hinrichtung,
im Jahre 1949, seine abscheuliche "Beichte" nieder.
Als kleiner Junge soll er sich irgendwann mal die Hand verletzt haben.
Beim Lecken seines Blutes entdeckte er ein unwiderstehliches Lustempfinden.
Dies bewirkte eine radikale Wandlung seines Wesens.
Anfänglich brachte er sich selbst immer wieder Wunden bei.
Als irgendwann die Lust nach Blut immer stärker wurde, lockte er Männer und Frauen in sein Atelier,
ermordete sie und trank ihr Blut


Der HVV-Virus

Im Jahre 1616 veröffentlichte Ludovico Fatinelli sein Werk
" Eine wissenschaftliche Abhandlung über Vampire".
Hier behauptet er, Vampirismus ist nichts anderes als ein,
durch mikroskopische Krankheitserreger verursachtes, Phänomen.
Ein Auszug aus seiner Abhandlung:

Der Virus:
Es handelt sich um den Virus HVV (Human Vampiric Virus ).
Wie bei Tollwut, gehört es zu der Gruppe der zylindrisch geformten RNA-Viren, der so genannten Rhabdo-Viren.
Viren dieser Gruppe haben unterschiedliche Erscheinungsformen.
Im Allgemeinen sind sie bei den Vampir-Fledermäusen zu finden.
Einige dieser Fledermäuse beherbergen Flöhe.
Diese Flöhe wiederum verbreiten den HVV Virus an Mensch und Vieh.
Zudem sagt die HVV-Theorie aus, dass durch den Tausch von Körperflüssigkeiten
eine Infektion verbreitet werden kann, wenn eine Person vorher durch einen Flohbiss infiziert wurde.


Krankheitsphasen:

Stufe Eins - Die Infektion:
Innerhalb einige Stunden nach dem Biss, versucht der Körper sich dagegen zu wehren.
Es kommt zu Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und anderen Symptomen, ähnlich wie bei einer Grippe.
Diese Stufe dauert gewöhnlich zwischen 6 und 12 Stunden.
In dieser Zeit kann die Krankheit durch eine Impfung völlig geheilt werden.

Stufe Zwei - Vampirisches Koma:
Innerhalb 24 Stunden nach dem Biss befindet sich die Person bereits im vampirischen Koma.
Während dieser Phase senkt sich sein Puls, die Atmung ist flach und die Pupillen sind erweitert.
Fälschlicherweise wurden viele Menschen in dieser Phase lebendig begraben.
Gerade dies sorgte für die Verbreitung des Vampirmythos, besonders der Teil, dass Vampire in Särge schlafen.
Während im Allgemeinen gedacht wird, dass jeder der mit HVV infiziert ist, sich in einen Vampir verwandelt,
überleben tatsächlich nur eine kleine Prozentzahl von Menschen das Koma.
Am Schlimmsten trifft es die Jungen, Alten und die Schwachen.
Die Personen, die diesen Zustand überleben, sind Männer zwischen 18 und 35 Jahren.
Hier dauert der Zustand oft nicht länger als einen Tag an.
Eine Genesung durch die Impfung ist nicht immer garantiert.

Stufe Drei - Die Verwandlung:
Jemand der dieses Koma überstanden hat, wacht vollständig in einen Vampir verwandelt wieder auf.
Jetzt folgt Akklimatisationsphase, die durch Verwirrung, Verzweiflung und Paranoia gekennzeichnet ist.
Viele Vampire sind schon kurz danach aktiv am Jagen. Hier wirkt kein Impfstoff mehr.











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