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Zum Ende der Seite springen Das Voynich Manuscript 9 Bewertungen - Durchschnitt: 9,009 Bewertungen - Durchschnitt: 9,009 Bewertungen - Durchschnitt: 9,009 Bewertungen - Durchschnitt: 9,00
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SY SY ist männlich
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Moin,

Caesar Scaliger - da ließen sich sogar Fäden in Richtung Michel de Nostredame spinnen. ...

Zitat:
Wenn das Voynich-Manuskript überhaupt einen textlichen Inhalt hat, dann handelt es sich wahrscheinlich um die Codierung einer bereits vorhandenen Sprache, eine Codierung, die bis heute nicht geknackt werden konnte.

Ich habe mich im Zuge meiner 2. Umschulung zwangsläufig ein wenig mit Kryptographie beschäftigen dürfen. Persönlich halte ich es also für sehr
unwahrscheinlich, einen - nicht knackbaren Code - derart flüssig runter zu schreiben. Wie viele Jahre hätte man üben müssen, um diesen Code derart
zu verinnerlichen? In Relation zum eigentlichen Werk?

Meines Wissens ist man in diesem Manuskript über keinen Fehler gestolpert, der einer Verbesserung bedurfte. Entsprechend stelle ich mir die Frage,
wie intensiv man sich mit "Codierungen" beschäftigt haben muss, um ein solches Werk mal eben aus dem Nichts zu schaffen?

Man scheint die Pflanzen derzeit noch nicht zu erkennen, wobei ich mir bei Seite 52v nicht sicher bin, ob es sich nicht um Farn handeln könnte.
Ab wann erkennt man eine Pflanze aber? Welches Entwicklungsstadium wurde u.U. dargestellt? Auf welche Details kommt es bei der Darstellung überhaupt an?

Kann man eigentlich das Werk eines Geisteskranken ausschließen? Ich muss ein wenig an Salvatore aus "Der Name der Rose" denken. Sicherlich interessant, hätte besagter Salvatore ein Manuskript verfasst bzw. eine Geheimschrift kopiert.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass dieses Werk entstand, einzig, um damit großen Profit zu erlangen. Dagegen sprechen m.E. zu viele Faktoren (siehe: Ausführung).
17.09.2017 15:01 SY ist offline Beiträge von SY suchen Nehmen Sie SY in Ihre Freundesliste auf
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Hallo SY,

du hast geschrieben:

Zitat:
Persönlich halte ich es also für sehr unwahrscheinlich, einen - nicht knackbaren Code - derart flüssig runter zu schreiben. Wie viele Jahre hätte man üben müssen, um diesen Code derart zu verinnerlichen? In Relation zum eigentlichen Werk?
Meines Wissens ist man in diesem Manuskript über keinen Fehler gestolpert, der einer Verbesserung bedurfte.


Wenn man den codierten Text erst auf einem Schmierzettel aufsetzen würde, wäre es nicht mehr so schwierig, das Aufgesetzte dann fehlerfrei abzuschreiben.

Ich vermute, einen schwer knackbaren Code könnte man leicht herstellen, wenn man einen Text zweimal hintereinander codiert, wobei für jeden dieser beiden Codierungsschritte mehrere Varianten möglich wären, die dann in kurzen, unregelmäßigen Zeitabschnitten gewechselt werden.

Dann könnte sich z. B. auch die Codierung einzelner Zeilen unterscheiden und niemand könnte so einen codierten Text aus dem Kopf schreiben.

Zitat:
Man scheint die Pflanzen derzeit noch nicht zu erkennen, ...

Auf welche Details kommt es bei der Darstellung überhaupt an?


Auch Biologen konnten in der Regel keine Pflanzen erkennen.
Wichtige Details zur Identifizierung von Pflanzen fehlen meist, wie z.B. die genaue Darstellung der Form der Blattränder und Blatt-Rippen und die Position der Blätter untereinander und am Stiel.

Ein "Geisteskranker" ist in der Realität nicht schlauer als andere Menschen, sondern unterliegt im Gegenteil vielen Einschränkungen, z.B. hinsichtlich seiner kognitiven Fähigkeiten, seiner Handlungsfähigkeiten und seiner Motive und seines Antriebs.

Lorena

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lorena: 17.09.2017 18:52.

17.09.2017 18:46 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Lorena,

ja, das mit den Biologen hatte ich hier bereits gelesen. Ich selbst habe mich die letzten 4 Jahre recht intensiv mit pflanzlicher Notnahrung beschäftigt,
entsprechend kenne ich unterschiedliche Herangehensweisen, um eine Pflanze eindeutig zu bestimmen. Diesbezüglich muss ich Dir zustimmen, dass eine
eindeutige Bestimmung anhand der "skizzierten" Darstellung fast unmöglich ist. Allerdings finden sich ein paar markante Merkmale (siehe: Bild 52v), welche
doch eine gewisse Vertrautheit erkennen lassen.

Farn wäre in diesem Wachstumsstadium essbar!

Es finden sich auf den verschiedenen Darstellungen einige Merkmale, die bekannt vorkommen, gäbe es nicht weitere Details, die eine Vermutung
wiederum ins Wanken bringen. Vielleicht sind die Biologen daran gescheitert, das vermag ich aber nicht einzuschätzen.

Schauen wir uns beispielsweise Bild 16r an, so würde ich nicht mal ausschließen, dass dort Cannabis abgebildet ist. Etwas willkürlich in der
Darstellung, aber es finden sich durchaus Gemeinsamkeiten. Interessant finde ich vor allem aber die farbliche Abhebung. Es scheint, als wollte der
Verfasser (des ursprünglichen Machwerks) speziell auf bestimmte Bestandteile der Pflanze aufmerksam machen. Ebenso agiert man auch im Sinne
pflanzlicher Notnahrung, denn nicht alle Bestandteile sind gleichermaßen verwertbar. Darauf scheint der Verfasser ab 99r auch einzugehen.

Spekulieren kann man derzeit wahrscheinlich in sehr viele Richtungen. Ich halte es persönlich aber nicht für ausgeschlossen, dass wenn man die "Schrift"
irgendwann entziffern konnte, der eigentliche Inhalt des Manuskripts für viele Interessenten vermutlich belanglos werden dürfte. Vielleicht weiß @Kilian,
ob in der Hermetik einst mit "eigenen" Sprachen/Schriften gearbeitet wurde, um "geschütztes Wissen" vor den Augen Ungläubiger zu bewahren. Das wäre
dann aber wieder eine neue Spekulationsebene.

Ich bleibe aber dabei, dass ich persönlich einen möglichen Code ausschließe. Warum?

Zitat:
Ich vermute, einen schwer knackbaren Code könnte man leicht herstellen, wenn man einen Text zweimal hintereinander codiert, wobei für jeden dieser beiden Codierungsschritte mehrere Varianten möglich wären, die dann in kurzen, unregelmäßigen Zeitabschnitten gewechselt werden.

Dann müssten beide "Schlüssel" irgendwo im Manuskript verankert sein. Bestenfalls direkt auf der 1. Seite. Ähnliches wurde ja auch bei Nostradamus'
Centurien vermutet - Schlüssel im Brief an seinen Sohn! Natürlich könnte man vermuten, dass ein möglicher Gegenpart über den entsprechenden
"Decodierschlüssel" verfügt. Allerdings könnte man sich den ganzen Aufwand schenken, gäbe es eine hermetische Schrift, in welche nur eine erlesene
Auswahl Einblick erhielt. Wie gesagt, ich gehe durchaus davon aus, dass das Studium einer solchen "Schrift" bedeutend mehr Zeit beansprucht,
als letztendlich die Schaffung dieses Manuskripts. Basierend auf eigenen Erfahrungen. Selbst eine reine Konsonantenschrift wirkt nach außen wie ein Code,
wenn auch eher recht einfacher Natur. Ich denke weiter, dass zur Zeit der Entstehung des Buches sehr viele Faktoren Einfluss genossen.
Gleich o.g. Salvatore können also sehr viele Faktoren kombiniert worden sein, um das Voynich-Manuskript heute zu einem der interessantesten Rätsel
werden zu lassen. Dennoch sollte man sich die Frage stellen, wer Zugang zu solchen Büchern (Wissen überhaupt) hatte und wer über ausreichende
Sprachkenntnisse verfügte. Meines Erachtens ein Punkt, den man nicht unberücksichtigt lassen sollte.

Ich werde jedenfalls das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei um das Werk eines Lehrlings/Schülers handelt.

SY
18.09.2017 11:38 SY ist offline Beiträge von SY suchen Nehmen Sie SY in Ihre Freundesliste auf
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Hallo SY,

du hattest geschrieben:

Zitat:
Es finden sich auf den verschiedenen Darstellungen einige Merkmale, die bekannt vorkommen, gäbe es nicht weitere Details, die eine Vermutung wiederum ins Wanken bringen.
Vielleicht sind die Biologen daran gescheitert, das vermag ich aber nicht einzuschätzen.


Ja, es müssten schon alle Merkmale übereinstimmen (und nur ähnliche Pflanzen müssten ausgeschlossen werden können).

Bei diesem Bild 16r passt doch die Wurzel nicht zu Cannabis.

Zitat:
Farn wäre in diesem Wachstumsstadium essbar!


Da wäre ich auch vorsichtiger, es heißt, nur 2 von tausenden Farnsorten dieser Welt können zum Essen empfohlen werden.

Für mich zeigen gerade diese Pflanzendarstellungen, dass man das Voynich-Manuskript in keiner Weise ernst nehmen sollte.
Das sind schon so Sachen, die man nicht nur einem schlampigen Lehrling in die Schuhe schieben könnte, wondern da muss mehr nicht in Ordnung sein.

Lorena

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lorena: 18.09.2017 14:23.

18.09.2017 14:16 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Lorena,

ich kam nicht umhin, meine Kollegin mal auf das Manuskript anzusprechen. Sie ist ihres Zeichens Doktorin und hat sich einige Jahre mit sehr alten Sprachen, Übersetzungen und so
weiter (beruflich) befasst. Ihrer Meinung nach handelt es sich um keine klassische Schrift/Sprache der Antike. Griechisch schließt sie komplett aus, hingegen tendiert sie auch
zu einer Mischung aus Altenglisch und Latein. Allerdings verwunderte sie, dass bestimmte "Wörter" auffallend häufig hintereinander geschrieben wurden. Teils leicht abgewandelt,
aber dennoch mehrfach in einem "Absatz" erwähnt. Es finden sich einige "Wörter", die im Laufe des Buches relativ häufig verwendet werden. Nur was eben verwundert, ist die
Tatsache, dass besagte Wörter auch unmittelbar hintereinander aufgeschrieben wurden, was ihrer Ansicht nach vollkommen unlogisch ist. Zumindest konnte sie mir keinen Vergleich
nennen, welcher ihr im Laufe ihrer aktiven Jahre untergekommen ist. Da hatte ich nun mit einer dezent anderen Meinung gerechnet.

PS: In manchen Ländern sind die jungen Farnspitzen eine Delikatesse. Natürlich muss man vorsichtig sein, aber Probleme hatte ich bis jetzt noch keine. Aber ... nicht zur Nachahmung empfohlen!!!

PPS: Mal schauen, ob ich meine Kollegin dazu überredet bekomme, sich dem Manuskript nicht doch mal anzunehmen. Interesse war zumindest vorhanden.

Zitat:
Für mich zeigen gerade diese Pflanzendarstellungen, dass man das Voynich-Manuskript in keiner Weise ernst nehmen sollte.

Nun, kann man wirklich ausschließen, dass nicht Pflanzen dokumentiert wurden, die mittlerweile ausgestorben sind?

Apropos: Sie meinte "Gotland" gelesen zu haben. Ein Hinweis gen Schweden?

LG SY
18.09.2017 15:49 SY ist offline Beiträge von SY suchen Nehmen Sie SY in Ihre Freundesliste auf
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Hi SY,

ähnlich wie deine Kollegin äußert sich auch dieser Telepolis-Artikel, der die bisherigen Erkenntnisse über das Voynich-Manuskript ziemlich umfassend wiedergibt:

Das Voynich-Manuskript: das Buch, das niemand lesen kann (2008) von Klaus Schmeh

Viele linguistische Untersuchungen ergaben, dass es sich um eine natürliche Sprache handeln müsse, aber einige Textmerkmale sprechen eigentlich dagegen, dass es sich bei dem Voynich-Manuskript um eine verschlüsselte europäische Sprache handeln könnte:

Zitat:
Mit keiner europäischen Sprache stimmt dagegen überein, dass es im Voynich-Manuskript keine Wörter mit zwei Buchstaben gibt und dass kein Wort länger als zehn Zeichen ist.
Seltsam auch, dass manche Wörter bis zu fünfmal hintereinander stehen.
Ähnliche Wörter, die sich nur in einzelnen Buchstaben unterscheiden, wiederholen sich sogar noch häufiger.
Die Verteilung der Buchstaben innerhalb eines Worts entspricht ebenfalls nicht bekannten Mustern.
Über den gesamten Text gesehen, tauchen außerdem viel weniger wiederkehrende Wörter auf, als dies zu erwarten wäre.
Solche Argumente machen deutlich, dass es sich beim Voynich-Text - entgegen dem ersten Anschein - mit hoher Wahrscheinlichkeit doch nicht um eine einfache Buchstabenersetzung handelt.

https://www.heise.de/tp/features/Das-Voy...nn-3420065.html

Der Artikel geht auch ausführlich auf die bisher durchgeführten kryptologischen Untersuchungen und auch auf die diversen Vermutungen ein, es könne sich um eine Fälschung handeln.

Inzwischen wurde allerdings nachgewiesen: Das Pergament auf dem das Voynich-Manuskript geschrieben worden war, stammt tatsächlich aus der Zeit um 1420.
Damit ist es unwahrscheinlich, dass es sich beim Voynich-Manuskript um eine Fälschung aus neuerer Zeit handeln könnte.

3 wichtige Theorien, die erklären könnten, wieso das Voynich-Manuskript bisher nicht dechiffriert werden konnte:

1. Die eigentliche Information wurde in bedeutungslosem Füllmaterial versteckt:


Zitat:
Die erste davon basiert auf der jedem Kryptologen bekannten Tatsache, dass das Design eines sicheren Verschlüsselungsverfahrens deutlich einfacher wird, wenn der verschlüsselte Text länger sein darf als das Original.
Unter dieser Voraussetzung ist es nämlich möglich, die eigentliche Information in bedeutungslosem Füllmaterial zu verstecken.
Es ist durchaus denkbar, dass der Urheber des Voynich-Manuskripts diesen Trick anwendete.
Vielleicht hat er einen kürzeren Text (z. B. 50 000 Buchstaben) in eine unbekannte Schrift übertragen und das Resultat zu den 170 000 Buchstaben ausgeweitet, die er schließlich niederschrieb.

Stimmt diese Theorie, dann wären die Länge der Wörter und die Häufigkeit der Buchstaben nebensächlich und vom Verfasser willkürlich festgelegt.
Dies würde erklären, dass entsprechende statistische Untersuchungen bisher keine aufschlussreichen Ergebnisse geliefert haben.
Leider hat bisher noch niemand ein Muster entdeckt, nach dem sich die richtigen von den falschen Buchstaben trennen ließen.
Gibt es ein solches und ist es ausreichend komplex, dann ist die Chance minimal, dass es je entdeckt wird.


2. Im Voynich-Manuskript wird eine Kunstsprache verwendet: Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

3. Das Voynich-Manuskript enthält keinen sinnvollen Text:

Zitat:
Einziges Ziel des Urhebers wäre es demnach gewesen, einem zahlungskräftigen Zeitgenossen einen größeren Geldbetrag abzuknöpfen.


Wenn es sich bei den Voynich-Pflanzen um ausgestorbene Pflanzen gehandelt hätte, müsste das doch zumindest Biologen aufgefallen sein?

Lorena

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lorena: 18.09.2017 21:59.

18.09.2017 21:53 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von SY
Nur was eben verwundert, ist die
Tatsache, dass besagte Wörter auch unmittelbar hintereinander aufgeschrieben wurden, was ihrer Ansicht nach vollkommen unlogisch ist.


Mich erinnert das gerade an eine Meldung, die noch gar nicht so alt ist. Es geht um zwei KIs, die mit einander kommunizierten und bald anders agierten, als erwartet wurde. Unter anderem begannen die KIs, Wörter oder kurze Wortgruppen wiederholt hinter einander zu setzen. Das sah dann so aus:
Zitat:
Bob: „I can can I I everything else.”
Alice: „Balls have zero to me to me to me to me to me to me to me to me to.”


Man fand, wenn ich mich richtig entsinne, heraus, dass die Wortwiederholungen für Aufzählungen standen. Wird also "to me" 5x wiederholt, ist die Zahl 5 gemeint. Das könnte eine mögliche Interpretation für Wortwiederholungen sein, falls ich das von dir richtig verstanden habe. Es ist nicht undenkbar, dass der Verfasser als Verschlüsselungsmöglichkeit auch solche differenzierten Methoden verwendet haben kann, oder sollte ich mich irren?

__________________
Stranger that I am in my own land - where no one will remember my name.
~ Deine Lakaien ~
18.09.2017 23:35 jigoku_sora ist offline E-Mail an jigoku_sora senden Beiträge von jigoku_sora suchen Nehmen Sie jigoku_sora in Ihre Freundesliste auf
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Huhu,

keine Ahnung, ob die Seite schon verlinkt wurde, aber falls ja, kann doppelt vielleicht nicht schaden:

VIB - Voynich Information Browser

Dort werden im "Overview" die Worte wiedergegeben, welche im Text erkannt wurden. Hier wird auch verdeutlicht, welche Worte sich regelmäßig
wiederholen. Meines Erachtens nicht uninteressant.

Kann man sich zumindest mal anschauen.
19.09.2017 09:20 SY ist offline Beiträge von SY suchen Nehmen Sie SY in Ihre Freundesliste auf
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Hallo SY,

so wie es aussieht, wird das Voynich-Manuskript wohl nie entziffert werden, aber vielleicht gibt es noch ein paar Möglichkeiten, dem Rätsel des Voynich-Manuskripts näher zu kommen:

Wenn jemand z.B. Kenntnisse über die im 15. Jahrhundert vorhandene Literatur zu Heilpflanzen oder Astrologie hat, könnte er vielleicht andere Bücher aus jener Zeit finden deren Inhalte bei der Herstellung des Voynich-Manuskripts verwendet wurden und so zu einer Entschlüsselung des Texts beitragen.

Eine andere Möglichkeit wäre noch, sich intensiv mit den zur damaligen Zeit bekannten Verschlüsselungs-Techniken zu beschäftigen und eventuell so einer Lösung näherzukommen.

Lorena
21.09.2017 18:04 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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N'abend Lorena,

mal ehrlich: Hättest Du es gekauft?

Ich war ja noch recht optimistisch, aber das Manuskript in verständlicherer Form zu sehen ... na ja. Vielleicht doch Code, aber ... ich weiß es nicht.

In Köln gab es mal einen kleinen Laden, der auf ältere Bücher spezialisiert war. Existiert aber leider nicht mehr. Bibliothek dürfte eher
unwahrscheinlich sein. Vielleicht an der Uni, aber sonst?

Viele haben Jahrzehnte mit dem Buch verbracht. Ebenso verhält es sich ja auch mit den Versen Nostradamus'. Wir mögen technisch zwar ganz andere
Möglichkeiten haben, aber ob wir wirklich weiter sind?

Das Manuskript erweckt zwar Neugier, aber so viel Zeit habe ich dann doch nicht. Bücherlesen ist eine Sache, tiefgreifendes Studium dann doch
noch etwas anderes. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass man anhand der Horoskope weiterkommen könnte. Genauer habe ich mich damit
aber noch nicht beschäftigt. Zudem müsste/sollte man dennoch die Sprache dahinter kennen.

Aber zum Zeitvertreib ... Augenzwinkern

SY
21.09.2017 22:53 SY ist offline Beiträge von SY suchen Nehmen Sie SY in Ihre Freundesliste auf
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Hallo SY,

Zitat:
mal ehrlich: Hättest Du es gekauft?


Da wäre natürlich die Frage: Heute oder damals im 15. Jahrhundert?
Im 15. Jahrhundert wäre ich sicher auch weniger kritisch gewesen, vorallem hinsichtlich Astrologie.

Aber nehmen wir mal an, das Geld wäre kein Problem gewesen und ich hätte auch Leute bezahlen können, von denen ich zumindest angenommen hätte, dass sie den Code knacken könnten.

Dann hätte mich so ein Buch mit Heilpflanzen sehr interessiert - das ist ein Hobby von mir.

Aber spätestens in dem Moment, in dem mir klar geworden wäre, dass man die Pflanzen im Voynich-Manuskript nicht genau genug bestimmen kann, hätte ich doch kapiert, dass das Buch wertlos ist, selbst wenn der Text entziffert worden wäre.

Heute war mir von Anfang an klar, dass man die Pflanzen nicht sicher identifizieren kann und es war auch nicht schwer herauszubekommen, dass nach Meinung von Biologen, keine zu den Zeichnungen passenden Pflanzen existieren.

Mit dem was ich heute weiß, wäre ein Kauf des Buches für mich nicht interessant gewesen.

Aber wenn ich in früheren Zeiten gelebt hätte und keine Ahnung von Pflanzen gehabt hätte, dann wäre ich vielleicht auf den Schwindel hereingefallen und hätte die Dummheit begangen, für viel Geld ein Buch zu kaufen, das ich vielleicht nie lesen kann - das wäre auch davon abgehangen, was man mir erzählt hätte, was in dem Buch drinsteht (z.B. Medizin gegen alle Krankheiten, Mittel um ewige Jugend oder ewiges Leben zu erlangen etc.).

Lorena

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Lorena: 22.09.2017 00:05.

21.09.2017 23:41 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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N'abend Lorena,

ich denke aber, dass, wenn man sich das Buch hätte leisten können, der Verlust nicht so schwer gelegen hätte.

Laut Wikipedia sollen bis Herbst 2017 898 Faksimiles für rund 7-8.000 Euro (re)produziert werden. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, stünde es aber in
meiner (dann) Bibliothek. Aus Prinzip schon. Einen Kredit würde ich dafür wiederum nicht aufnehmen, und ich wüsste auch nicht, was ich damit machen sollte.
Interpretieren? Das dürfte eine Lebensaufgabe werden. Nicht, dass es wider Erwarten doch eine mittelalterliche Verarsche ist. Ich glaube diese Erkenntnis wäre sehr bitter.
Aber wenn ich mir die Zeilen so anschaue, dann zweifle ich allmählich schon an der Authentizität.

Du selbst erkennst in keiner Abbildung eine bekannte Pflanze? Nicht mal im Detail?

SY
22.09.2017 22:57 SY ist offline Beiträge von SY suchen Nehmen Sie SY in Ihre Freundesliste auf
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Hallo SY,

du fragst:

Zitat:
Du selbst erkennst in keiner Abbildung eine bekannte Pflanze? Nicht mal im Detail?


Das sagt ja nichts, weil ich keine Botanikerin bin (aber Botaniker sind anscheinend der gleichen Meinung).
Doch, relativ selten, haben die Pflanzen Details, die mich an bekannte Pflanzen erinnern.

Ich finde, viele der Pflanzen sehen aber so aus, als ob sie in unserer Welt irgendwie "unrealistisch" wären, als ob sich ähnliche Pflanzen in dieser Welt hier nie entwickeln hätten können.
Eins der vielen Beispiele dafür:

https://www.jasondavies.com/voynich/#f51r/0.5/0.5/2.19

Wenn man die Zeichungen bekannten Pflanzen zuordnen könnte (oder zumindest verdachtsweise zuordnen könnte), dann wäre das mit dem Voynich-Manuskript schon ganz was anderes:

Man könnte z.B. Inhaltsstoffe und bekannte Heilwirkungen dieser Pflanzen ermitteln und käme der Beantwortung der Frage näher, um was es in dem Buch geht.

Mit den Namen der Pflanzen könnte man vielleicht den Code entziffern.

Über die Herkunft der Pflanzen könnte man eventuell die Herkunft des Autors und die verwendete Sprache eingrenzen.

Tatsächlich befinden sich aber im Voynich-Manuskript über 100 Pflanzen-Abbildungen, Pflanzen scheinen das Hauptthema des Buchs darzustellen, von denen keine einzige einer bekannten Pflanze zugeordnet werden kann.
Was soll man davon halten?

Lorena
23.09.2017 01:09 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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Ich schmeiße mal eine Mutmach-Geschichte für alle Voynich Interessierte in die Diskussion.
Hinweis
Norbert Wiener, ( Entwickler der Elektronen Rechenmaschinen), schrieb 1952 in der Zeitschrift "Human Use of Human Beings" folgendes:
Wahrscheinlich ist die höchste Genialität, der, die sich beim Einbrechen in Chiffren gezeigt hat, nicht in den Annalen der verschiedenen Geheimdienste niedergelegt, sondern in der Arbeit des Hieroglyphen Forschers.
Ein Beispiel hierfür kann man die kretischen Hieroglyphen anführen.
Über fünfzig Jahre lang rangen ein Dutzend Forscher um deren Entzifferung, bis schließlich Alice Kober 1948 frustriert feststellte:
Sehen wir der Tatsache ins Auge. Eine unbekannte Sprache geschrieben in einer unbekannten Schrift kann man nicht entziffern.
Und wer hat sie schließlich entziffert?
Michael Ventris - ein Außenseiter, ein Nobody von Beruf Architekt.
Man kann dies auch den Erfolg der Unbefangenen nennen,der Vorgehensweisen nicht scheut, die der befangene Gelehrte sich nicht traut.
By the way, habt ihr mal darüber nachgedacht, dass evtl nicht der ganze Text, sondern nur wenige Sätze, oder Seiten von Belang sind.
Schlüssel z.B.
1. Zeile ; 2 Wort ; 3 Buchstabe
4. Zeile ; 5 Wort ; 7 Buchstabe usw.
Allerdings wäre dann wohl eine Entschlüsselung selbst mit einem Quantencomputer nicht möglich, da man aus dem Text unendlich viele Texte kreieren könnte ohne jemals sicher zu sein, ob es der Richtige ist.

.

__________________
Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. Bätsch
(Charles Bukowski)
27.09.2017 15:14 Artair ist offline Beiträge von Artair suchen Nehmen Sie Artair in Ihre Freundesliste auf
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Hi Artair,

bei deinem Beispiel mit den kretischen Hieroglyphen, wie hat der Architekt Michael Ventris das geschafft?

Deine These:
Zitat:
By the way, habt ihr mal darüber nachgedacht, dass evtl nicht der ganze Text, sondern nur wenige Sätze, oder Seiten von Belang sind. ...

entspricht ja dieser Verschlüsselungs-Technik:

Die eigentliche Information wurde in bedeutungslosem Füllmaterial versteckt.

Diese Technik könnte nur durch einen (unwahrscheinlichen) Zufall geknackt werden.

Lorena
27.09.2017 17:13 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
Artair
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Tut mir leid
Zitat:
Die eigentliche Information wurde in bedeutungslosem Füllmaterial versteckt.

Das hatte ich wohl übersehen.
Zitat:

bei deinem Beispiel mit den kretischen Hieroglyphen,wiehat der Architekt Michael Ventris das geschafft?

Mein Datenvolumen ist etwas schwach um nach guten Seiten im Internet zu suchen, daher schreibe ich kurz was ich glaube zu wissen.
1952 wurde eine neue Tontafel auf Pylos gefunden.
Auf dieser Tontafel fand Venris ein Hieroglyphisches Zeichen, den Dreifuß. Dieses Zeichen befand er, stünde in einem Zusammenhang, der ihn auf Grund seines bisher erlangten Wissens zur Lesung des Wortes "Tiripode" ermutigte.
Das griechische Wort für Dreifuß ist "Tripod".
Er war nun so mutig zu behaupten, dass das kretischen ein griechischer Dialekt sei.
Dies war ein Hürdensprung, den keiner der Fachgelehrten gewagt hätte.
Im gleichen Jahr legte er 553 Worte vor, die dem griechischen entstammten, und die sich alle alle richtig erwiesen.
Einigen Menschen mag es unbedeutend erscheinen einige alte Tontafel zu dechiffrieren, jedoch brachte der Nachweis, dass die Linear B-Schrift eine frühe Form des Griechischen ist neue geschichtliche Erkenntnisse.
Man kam zu dem Schluss, dass Knossos schon im 15 Jhd. v.u.Z.von mykenischen Griechenstämmen besetzt war. Diese Theorie ist nicht unbestritten, aber immerhin...
Fairer Weise, soll nicht unerwähnt bleiben, dass Venris Ergebnisse auf den Teilergebnissen von " Alice Kober" und "E.L. Bennett" fußten.

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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Artair: 28.09.2017 09:35.

28.09.2017 09:22 Artair ist offline Beiträge von Artair suchen Nehmen Sie Artair in Ihre Freundesliste auf
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Hi Artair,

hier habe ich einen Link gefunden, wie Michael Ventris Linear B entziffert hat, das war sicher nicht einfach:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen...ferung-100.html

Es handelte sich um eine Silbenschrift, die Verknüpfung der Silben erfolgte nach speziellen Regeln.

Lorena
29.09.2017 14:10 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
Artair
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Ich schrieb:
Zitat:
Norbert Wiener, ( Entwickler der Elektronen Rechenmaschinen), schrieb 1952 in der Zeitschrift "Human Use of Human Beings" folgendes:

Sollte dies jemand gelesen haben - ist natürlich Quatsch.
"Human Use of Human Beings" ist natürlich ein Buch und erschien 1950. Warnung!
Hallo großes Grinsen
Zitat:
Es handelte sich um eine Silbenschrift, die Verknüpfung der Silben erfolgte nach speziellen Regeln.


Da sieht man mal wieder wie man sich irren kann, ich glaubte Alice Kober hätte die Theorie aufgestellt, dass es sich um eine Silbensprache (Konsonanten mit Vokal für die Flexion ) handelt, und der eigentliche Verdienst Venris wäre die Erkenntnis gewesen, dass die Sprache nicht akkadischen sondern einem altgriechischen Dialekt zuzuordnen ist.

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29.09.2017 16:54 Artair ist offline Beiträge von Artair suchen Nehmen Sie Artair in Ihre Freundesliste auf
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cool Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Artair,

Zitat:
Da sieht man mal wieder wie man sich irren kann, ...


Das kann leicht passieren.
Deswegen checke ich meistens nochmal eine seriöse Seite, bevor ich zu einem Sachthema etwas schreibe.
Es kommt auch oft vor, dass Dinge im Lauf der Zeit anders gesehen werden oder es kommen neue Informationen oder Aspekte hinzu.

Man könnte sich auch noch mit den astronomischen und astrologischen Darstellungen im Voynich-Manuskript befassen.
Da habe ich aber wesentlich weniger Kenntnisse, als über Pflanzen.

Lorena
01.10.2017 19:27 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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