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Zum Ende der Seite springen Särge in Bewegung auf Barbados
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Nepomuck Nepomuck ist männlich
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Särge in Bewegung auf Barbados Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Vor einer gewissen Zeit bin ich über dieses Thema gestolpert und wollte gerne mehr darüber erfahren. Habe entsprechend im Internet recherchiert und ein bißchen was herausgefunden, was meiner Meinung nach sehr gut hierher passt. smile

Es geht um eine Familien-Gruft auf Barbados, in der es Anfang des 19. Jh. immer wieder zu beunruhigenden Vorfällen gekommen sein soll. Dabei sollen beim Öffnen der Gruft, aus Anlass einer weiteren Bestattung, die darin befindlichen Bleisärge wie durcheinander gewürfelt aufgefunden worden sein. Dabei war die Gruft zunächst mit einer schweren Marmorplatte oberirdisch abgedeckt und der eigentliche unterirdische Grabraum zusätzlich mit einer massiven Steinplatte verschlossen und mit Mörtel abgedichtet gewesen. Es gab keinerlei Spuren, die auf ein gewaltsames Öffnen und Eindringen hindeuteten. Um die Steinplatte vor dem Grabraum zu bewegen, seien mindestens sechs bis sieben kräftige Männer nötig gewesen.

Die Gruft selbst ist immer noch vorhanden und liegt auf dem Friedhof der Parish Church, in der Stadt Christ Church, Barbados. Sie gehörte der britischen Familie Chase, die auf Barbados lebte. Seit 1807 seien dort Mitglieder der Familie beigesetzt worden.
Das erste Mal fand man die bis dahin drei Särge wild durcheinander stehend oder liegend, als ein Thomas Chase in 1812 beigesetzt werden sollte. Arbeiter öffneten die intakt verschlossene Gruft und waren entsetzt über das, was sie vorfanden. Ebenso die anderen Anwesenden, u.a. der damalige Governeur von Barbados.
Man untersuchte die Gruft auf sonstige Zutrittsmöglichkeiten, fand aber keinerlei Hinweise. Sie wurde wieder mit den gleichen, bekannten Maßnahmen verschlossen.
Das Gleiche wiederholte sich in 1816 und 1819, jeweils aus Anlass eines weiteren Todesfalles. Jedesmal das gleiche Bild. Da von offizieller Seite ein Racheakt von afrikanischen Sklaven nicht ausgeschlossen wurde (der Tote war zu Lebzeiten für seinen rüden Umgang mit Sklaven bekannt), wurden sogar Wachen aufgestellt, nachdem die Gruft erneut mit allem Aufwand verschlossen und versiegelt wurde. Innen hatte man zusätzlich, um mögliche Fußspuren erkennen zu können, Sand ausgestreut. Als nach einigen Tagen die Gruft zu Kontrollzwecken noch mal geöffnet wurde, waren wieder alle Särge in Unordnung, einer stand sogar von innen gegen die Verschlussplatte gelehnt. Der Sand am Boden war dagegen unberührt. Daraufhin seien dann alle Särge einzeln bestattet worden und die Gruft steht seit dem leer. Soweit diese Erzählung.

Es stellt sich nun heraus, dass weder die Kirchenbücher / Bestattungs-Aufzeichnungen, noch irgendwelche Tageszeitungen, von diesen Vorfällen berichteten, zumindest war nichts darüber zu finden. Laut Recherche des US-Amerikaners Jerome Clark, Buchautor und Betreiber von Nachforschungen über unerklärliche Phänomene, soll die Geschichte auf Aussagen und Angaben vom damaligen Pfarrer von Christ Church, Thomas H. Orderson, zurückgehen. Auch andere vermeintliche Augenzeugen, die ihre Version der Geschichte daraus machten, wurden gefunden.

Letztendlich wurden alle möglichen Erklärungen in Betracht gezogen. Von Erdbeben (über die aber keinerlei Nachweise zu finden sind), bis zu Wassereintritt durch das durchlässige Kalkgestein (es wurden aber angeblich keine Wasserspuren entdeckt). Natürlich glaubten einige auch an Poltergeist-Spuk.
Der amerikanische Skeptiker und Forscher zum Thema Paranormales wird schließlich noch zitiert, dass er herausgefunden haben will, dass die Story aus alten Freimaurertexten rekrutiert.

Dies ist im Wesentlichen das Ergebnis meiner Recherche im Internet, u.a. Wikipedia.org.
Die Links dazu hänge ich dran. Ebenso ein Foto der Gruft, wie sie in heutigen Tagen aussieht. An dieser Stelle herzlichen Dank an Mr. Kaspar Coward von Barbados, für die freundliche Genehmigung, das Foto hier einstellen zu dürfen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Chase-Gruft (deutsch)

https://en.wikipedia.org/wiki/Chase_Vault (englisch)


[IMG]Chase Gruft.jpg (95,39 KB)[/IMG]

Dateianhang:
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10.10.2017 19:23 Nepomuck ist offline E-Mail an Nepomuck senden Beiträge von Nepomuck suchen Nehmen Sie Nepomuck in Ihre Freundesliste auf
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Sehr interessant diese Sache.
Ich hab irgendwo einmal etwas ähnliches gelesen.
Die Gruft da war allerdings nicht so alt, wie diese hier.
Dort hatte die Familie sich dann Hilfe besorgt. Denn sie vermutete
etwas Übernatürliches.
Auch da standen Särge anders, sind aus den Nischen heraus,
Vasen und Kerzen oben auf der Steinplatte waren regelmässig
zerstört.
Es kam auch niemand rein, es gab keine Spuren, nichts.
Am ende kam heraus das ein Familienmitglied in dieser Runde
nicht willkommen war.
Deswegen entfernte man diesen Sarg dann und begrub ihn woanders.
Damit hörte dann auch dieser Spuk mit den Särgen auf.

Ob dies nun wirklich so war, kann ich nicht bezurteilen.
Aber gerade solche Geschichten finde ich spannend.

Vielleicht fällt mir wieder ein wo ich es gelesen hatte. Es war
in einem Buch über Südamerika und den Kult des Begräbnis.

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11.10.2017 06:58 Melle ist offline E-Mail an Melle senden Beiträge von Melle suchen Nehmen Sie Melle in Ihre Freundesliste auf
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Themenstarter Thema begonnen von Nepomuck
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Hallo Melle,

vielen Dank für Deinen Beitrag und die Beschreibung dieses nahezu gleich gelagerten Falles.
Wenn man sicher wüsste, dass sich das so zugetragen hat, könnte man durchaus von einem Spuk ausgehen. Aber wahrscheinlich wird die Geschichte, ähnlich wie die von Barbados, hauptsächlich auf Aussagen von "Zeitzeugen" beruhen. Sicher ist das natürlich nicht. Vielleicht finden sich ja auch glaubwürdige Aussagen, Chroniken, Zeitungsartikel etc.

Ich kenne auch noch Aussagen, in denen von ähnlichen Fällen in Polen und/oder Estland die Rede ist. Aber dazu fehlen mir genauere Angaben, um eingehender zu recherchieren.

Grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass solche Vorgänge eine paranormale Ursache haben bzw. hatten, wenn man alle möglichen natürlichen Ursachen ausschließen kann/konnte.
Was mir aber auffällt, ist, dass alle mir bisher bekannt gewordenen Fälle schon viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, zurückliegen. Aus jüngerer Zeit scheint nichts dergleichen bekannt geworden zu sein.

Jedenfalls wäre es interessant, mehr über "Deinen" Fall zu erfahren, Melle, falls Du die Quelle noch findest! smile

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11.10.2017 11:13 Nepomuck ist offline E-Mail an Nepomuck senden Beiträge von Nepomuck suchen Nehmen Sie Nepomuck in Ihre Freundesliste auf
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Jetzt wo Du es schriebst, auch dieser eine Fall bei mir, lag Jahrzehnte zurück.
Komisch, ist mir nie so aufgefallen.
Aber Du hast recht!
Ich habe heute ein bisschen google gefragt, die Geschichten
stammeb alle von vor Jahrzehnte oder vor 100 Jahren.
Merkwürdig..

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11.10.2017 18:36 Melle ist offline E-Mail an Melle senden Beiträge von Melle suchen Nehmen Sie Melle in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Nepomuck,

mit so wenigen Informationen, die auch noch unsicher sind, kann man nicht viel sagen.

Mir erscheinen Erklärungen wie ein Wassereinbruch, Erd-Bewegungen und in manchen Fällen auch Grabräuber wahrscheinlicher als spukhafte Vorgänge.

Lorena
12.10.2017 13:26 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
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