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Geschrieben von Moonlight am 14.06.2018 um 20:40:

  Die geschundene Katze von Oxenby

Das alte Herrenhaus von Oxenby in England, wurde im 16. Jahrhundert während der Regierungszeit von Edward VI. erbaut. Es war ein düsteres Bauwerk mit einer Außenwand aus dunklem Stein. Wie es die Lehrerin Mrs. Hartnoll, ausdrückte, welche als Kind dort gelebt hatte, sah es aus wie in "einer unterirdischen Kapelle oder einem Leichenhaus".

Nach Aussagen der verstorbenen Elliott O`Donnell, die einer ihrer ehemaligen Schülerinnen war und zugleich Sammlerin von Gespenstergeschichten, stand Mrs. Hartnoll mit ihren Beinen fest auf dem Boden und neigte nicht zu Phantastereien. Aber selbst sie meinte, dass dieses alte Haus, durch und durch gruselig sei. Wie sie Elliott O`Donnell erzählte, ist sie eines Tages einen der dunklen Flure entlang gekommen, als plötzlich eine Türe aufgesprungen sei und eine große schwarze Katze sich schwermütig herausgeschleppt habe. Das arme Tier sei grausam zugerichtet gewesen. Außerdem hätte ihm ein Auge und eine Hintertatze gefehlt. Es schien Trost zu suchen, doch als es dem Mädchen näher kam, verschwand es im Boden. An jenem Abend starb der Bruder der zukünftigen Lehrerin.

Zwei Jahre später, begegnete sie der gespenstische Katze erneut. Wieder war das Tier verstümmelt, blutete und kämpfte offensichtlich mit dem Tode. Am selben Tag erlag die Mutter des Mädchens einen Herzanfall. Fast vier Jahre später zeigte sich die Katze dem Mädchen noch einmal und am Abend verschied der Vater der Familie.

Zu den düsteren Geschichten, die sich um das Haus ranken, gehört auch diese von einem Waisenjungen, dessen verstorbener Vater das Anwesen einmal besessen hat. Der teuflische Vormund, der das Sorgerecht für den Jungen hatte, ermordete seinen Schützling und versuchte, seinen eigenen Sohn, als Erben einzusetzen. Vor seinem Tod, musste der wahre Erbe mit ansehen, wie sein Vormund mit seinem Sohn die geliebte Katze des Jungen verstümmelte, quälte und in kochendes Wasser warf.


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