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Zum Ende der Seite springen Die Eifel Plume
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Novem Novem ist männlich
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Hallo!

Vulkane üben schon seit meiner Kindheit eine Faszination auf mich aus. Mount St. Helens, Vesuv, Ätna,
Mount Gung Anung, Krakatau, Tambora und wie sie alle heissen, sind Vulkane mit denen ich mich immer
wieder gerne befasse.

Aber auch in Deutschland haben wir viele Vulkane: Da gibt es die vielen Maare in der Eifel (das Ulmener
Maar war der letzte Ausbruch in Deutschland vor etwa 10.000 Jahren), den Kaiserstuhl in Baden, den
Hohenseelbachskopf im Südlichen Hellerbergland (Siegerland) und viele weitere.

Der verheerenste Ausbruch war der des Laacher Sees vor 12.900 Jahren!

Hier erstmal die Beschreibung des Ausbruchs:
Obwohl der Laacher See oft als „das größte Maar der Vulkaneifel“ bezeichnet wird, ist er geologisch gesehen weder ein Maar noch ein Kratersee, sondern eine wassergefüllte Caldera – ein mehr oder weniger kreisrundes Becken, das durch das Absacken der Decke der entleerten Magmakammer unterhalb des Vulkans entstanden ist. Im Laufe der Zeit kann sich ein solcher Kessel mit Wasser füllen. Der Laacher See ist in der Eifel, neben dem benachbarten Wehrer Kessel, die größte Caldera und die einzige wassergefüllte in Mitteleuropa.

Der letzte Ausbruch des Vulkans, der diese Caldera schuf, fand etwa im Jahr 10.930 v. Chr. statt. Er dauerte nur wenige Tage und bestand aus einer plinianischen Hauptphase, die von phreatomagmatischen Explosionen eingeleitet und auch beendet wurde.

Dabei wurden riesige Mengen vulkanischer Asche und Bims ausgeschleudert, welche die Gegend bis ins Rheintal bis zu sieben Meter dick bedeckte. Das Auswurfmaterial verstopfte die Talenge des Rheins an der Andernacher Pforte, der dadurch aufgestaute See erstreckte sich über das Neuwieder Becken bis in den Oberrhein. Die Flutwelle nach dem Dammbruch ergoss sich über weite Bereiche des Niederrheins.

Die gesamte Auswurfmenge betrug etwa 6 km³ Stammmagmavolumen, entsprechend ca. 16 km³ vulkanischer Lockermassen (Tephra), was einem Wert von 6 auf der von 0 bis 8 reichenden Skala des Vulkanexplosivitätsindex entspricht. Damit war der Ausbruch anderthalbmal so stark wie der des Pinatubo 1991, oder sechsmal so stark wie der Ausbruch des Mount St. Helens 1980. Die feineren Ablagerungen der Aschewolken sind noch bis nach Schweden und Norditalien verfrachtet in quartären Sedimenten als schmaler Bimshorizont zu finden. Die Formation wurde von Bogaard und Schmincke 1984 als Laacher See Tephra (LST) benannt. Geowissenschaftlern und Archäologen dient sie als Proxy zur Datierung bzw. überregional als Leithorizont des Allerød.

Aufsteigendes Kohlenstoffdioxid in der südöstlichen Uferzone des Sees (sogenannte Mofetten) zeigt auch heute noch die vulkanische Aktivität der Region (Vulkanpark). Vulkanologen und Geologen gehen davon aus, dass vom Laacher See zurzeit keine Gefahr ausgeht. Vor dem Hintergrund der langen Vulkantätigkeit in der Eifel ist die Möglichkeit eines Vulkanausbruchs jedoch nicht von der Hand zu weisen, wenngleich das nicht im Gebiet des Laacher Sees der Fall sein muss. Zwischen dem ersten Auftreten von Magma unter dem Laacher See und seinem gewaltigen Ausbruch zum Ende der letzten Eiszeit vergingen mindestens 17.000 Jahre. Gemessen an diesen langen Zeiträumen ist ein neuer Ausbruch des Vulkans innerhalb der nächsten Jahrtausende „sehr wahrscheinlich“.
(Quelle: Wikipedia!)

https://www.youtube.com/watch?v=r0Sbcgxn3bg

Ein Ausbruch des Vulkans in der heutigen Zeit ware eine große Katastrophe. Dennoch ist ein Ausbruch
des Vulkans jeder Zeit möglich, denn er ist nicht erloschen, sondern er ruht nur.
Das "Eifel Plume Projekt", dessen Ergebnisse ich euch hier nicht vorenthalten möchte hat meiner
Meinung nach, doch erstaunliches zu Tage gebracht: Der Laacher See Vulkan wird von einer riesigen
Magmakammer gespeist.

Hier der Link:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&...57PD7bYv7KZdSv1


LG
Novem

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„… was es war? Der Fall eines Meteoriten? Der Besuch von Bewohnern des menschlichen Kosmos? Wie auch immer, in unserem kleinen Land entstand das Wunder aller Wunder... – die ZONE. Wir schickten sofort Truppen hin. Sie kamen nicht zurück. Da umzingelten wir die ZONE mit Polizeikordons… und haben wahrscheinlich recht daran getan… im übrigen - ich weiß nicht, ich weiß nicht... Aus einem Interview des Nobelpreisträgers Professor Wallace mit einem Korrespondenten der RAI.“ Aus Andrei Tarkowskis "Stalker" (Sowjetunion, 1979)
21.01.2018 18:04 Novem ist offline E-Mail an Novem senden Beiträge von Novem suchen Nehmen Sie Novem in Ihre Freundesliste auf
Artair
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Sehr interessanter Bericht!

So richtig Angst macht mir allerdings der Supervulkan im Yellowstone Nationalpark.
Vor kurzem las ich noch, dass der Druck in der Magmakammer steigt und der Erdmantel in den letzten Jahren um etwa 15 cm pro Jar ansteigt - Zeit des Erwachens?

Grundsätzlich bergen Vulkane allerdins auch Chancen für die Zukunft, da man das heiße Wasser das sie unterirdisch führen auch als Energiequelle nutzen kann.
***

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Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. Bätsch
(Charles Bukowski)
25.01.2018 18:15 Artair ist offline Beiträge von Artair suchen Nehmen Sie Artair in Ihre Freundesliste auf
Lorena Lorena ist weiblich
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Hi Artair,

wir haben auch hier in Europa einen Supervulkan, der kurz vor seinem nächsten Ausbruch steht:
Die Phlegräischen Felder bei Neapel.

Da kann man nur hoffen, dass es sich dann um einen kleineren Ausbruch handelt.

https://www.welt.de/wissenschaft/article...larmierend.html

http://www.spektrum.de/news/keine-apokal...rvulkan/1459019

Lorena

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lorena: 25.01.2018 18:54.

25.01.2018 18:36 Lorena ist offline Beiträge von Lorena suchen Nehmen Sie Lorena in Ihre Freundesliste auf
Novem Novem ist männlich
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Vulkane sind und bleiben einfach unberechenbar.

Man kann zwar Anhand von Schwarmbeben (magmatisch) oder den Gasemissionen einen möglichen
Ausbruch vorhersagen aber wie stark der Ausbruch dann wird, ist schwer vorherzusagen.

Die Phlegräischen Felder bei Neapel können auch bei einem kleinen Ausbruch für Chaos sorgen.

Man denke nur an den Ausbruch des isländischen Vulkan Eyjafjallajökull im Jahr 2010, der den
Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa tagelang zum Teil lahmlegte.

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27.01.2018 19:56 Novem ist offline E-Mail an Novem senden Beiträge von Novem suchen Nehmen Sie Novem in Ihre Freundesliste auf
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