GespensterWeb Forum

Registrierung Mitgliederliste Teammitglieder Häufig gestellte Fragen Zur Startseite
Zur Facebook-Seite von GespensterWeb Zum YouTube Kanal von GespensterWeb Zur Webseite von AnDaPaVa


GespensterWeb Forum » ~ MENSCH & WELT ~ » Kunst, Kultur und Zeitgeschehen » Die Priesterschaft, die Grundlagen » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Die Priesterschaft, die Grundlagen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Kilian
V.I.P.



Dabei seit: 18.11.2012
Beiträge: 630

Level: 38 [?]
Erfahrungspunkte: 1.248.004
Nächster Level: 1.460.206

212.202 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Die Priesterschaft, die Grundlagen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In Göbekli Tepe trat wahrscheinlich zum ersten Mal der Beruf des Priesters als ein Produkt der Arbeitsteilung auf. Davor war der Priester mehr oder weniger der Medizinmann, wobei wir das nicht als eine Art Beruf betrachten dürfen sondern eher als eine Art "der, der sich am besten damit auskennt".
Mir geht es hier eher um den "Berufspriester" und deren Ursachen. Das Thema "Berufspriesterschaft" kann niemals verstanden werden, wenn nicht die Ursachen verstanden werden. Es ist nämlich nicht so, dass die Priester sich den Menschen aufgedrängt haben, sondern es ist eher so, dass die Menschen ein Grundbedürfnis hatten, welches zu erfüllen galt: Jemand den man bei Übersinnlichen Angelegenheiten befragen kann.

Jeder Mensch, der im Besitz seiner vollen geistigen Kräfte ist, ist tendenziell dazu geneigt die Abläufe seiner Umgebung logisch verstehen zu wollen. Dies kann jedoch nur in der subjektiven Wahrnehmung des Einzelnen erfolgen. Vor allem im Erkennen von Ursache und Wirkung. Dies führt zwangsläufig zu Fragen, deren Beantwortung auch außerhalb der subjektiven Wahrnehmung liegen kann. Zum Beispiel die Ursache des "Seins" (Vgl. Schmidinger, H. (2010): Metaphysik, 3. Auflage. Stuttgart: W.Kohlhammer GmbH, S.23-25).

Dazu schrieb Immanuel Kant (Kant, I. (1903): Kritik der reinen Vernunft. Berlin: Preußische Akademie der Wissenschaften, S.07):

"Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: daß sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, den sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft"

Auch die Erkenntnisse der Neuzeit haben die uralten Fragen nicht beantworten können und können diese Fragen nicht beantworten, eben weil die Naturwissenschaften als erweiterter Werkzeug-Arm des Menschen letztlich nur die subjektive wahrnehmbare Realität des Menschen beschreiben kann.
Dazu schrieb der Physiker Stephen Hawkins (Hawkins, S. (1988 ): Eine kurze Geschichte der Zeit. Hamburg: Rowohlt, S. 217):

"Auch wenn nur eine einheitliche Theorie möglich ist, so wäre sie doch nur ein System von Regeln und Gleichungen. Wer bläst den Gleichungen den Odem ein und schafft ihnen ein Universum, das sie beschreiben können? Die übliche Methode, nach der die Wissenschaft sich ein mathematisches Modell konstruiert, kann die Frage warum es ein Universum geben muss, welches das Modell beschreibt nicht beantworten. Warum muss sich das Universum all dem Ungemach der Existenz unterziehen?"

Die Beantwortung dieser Art Fragen, nennen wir sie der einfachheitshalber "metaphysische Fragen" führt zwangsläufig ins Über-sinnliche. Dazu schreibt Hawkins weiter (Hawkins 1988, S. 217):

"Oder braucht das Universum einen Schöpfer und wenn ja, wirkt er noch in irgend einer anderen Weise auf das Universum ein? Und wer hat ihn Erschaffen? Wenn wir die Antwort auf diese Frage fänden, wäre das der endgültige Triumph der menschlichen Vernunft - denn dann würden wir Gottes Plan kennen"

Der Mensch als das intelligenteste Wesen seiner Umgebung ist von der Beschaffung seiner Sinne her nicht in der Lage die Ursache des "Sein" befriedend zu beschreiben, betrachtet jedoch seine Realität als Produkt vorhergehender (metaphysischer) Ursachen. Dies beinhaltet als logische Konsequenz die Existenz "metaphysischer Kräfte" die dem Menschen in Intelligenz, Wahrnehmung und Möglichkeiten überlegen sind (Vgl. Schmidinger 2010, S. 65).

Hier kommt der Priester ins Spiel, der von der Gemeinschaft beauftragt wird etwas Licht ins Dunkle zu bringen.
Wie schafft es nun die Priesterschaft so viele Menschen zu beeinflussen?
Wie hat es die Priesterschaft auf den Osterinseln geschafft ein Volk soweit zu bringen alle Bäume abzuholzen, obwohl die Insulaner Ackerbau betrieben und somit genau wussten was passiert wenn der letzte Baum gefällt wird?

Durch zwei Prinzipien:

- Furcht des Einzelnen vor übersinnlichen Konsequenzen
- Furcht des Einzelnen vor der Gemeinschaft

Die Furcht vor übersinnlichen Konsequenzen muss ich wohl nicht näher erläutern. Jeder der eine übersinnliche Erfahrung (Spukphänomen) gemacht hat, hat eine gewisse Furcht. Und diese Furcht wird materiell ausgenutzt im Sinne der jeweiligen Priesterschaft.

Die Furcht vor der Gemeinschaft muss etwas genauer erläutert werden, sie baut jedoch vom Prinzip her auf die erste Furcht auf:
Zur damaligen Zeit wurden Krankheiten, Invasionen, Naturkatastrophen usw. vollkommen als metaphysische Strafen für die Gemeinschaft angesehen.
Hier ein paar geschichtliche Beispiele:

- Die Plünderung Roms 410 n.Chr. durch die Goten wurde von den Nichtkonvertierten Römern als Strafe für die "Tempora christiani" (Christliche Zeiten) angesehen (Vgl. Ebert et al. (2008 ): Weltgeschichte, Band 7. Gütersloh/München: Wissen Media Verlag, S.83)

- Die Hunneninvasion ab 375 n.Chr wurde diesmal von den Christen als eine Bestrafung Gottes für das Heidentum angesehen (Vgl. Ebert et al. (2008 ): Weltgeschichte, Band 7. Gütersloh/München: Wissen Media Verlag, S.63).

- Am 28. Mai 585 v.Chr. beendeten die Meder und die Lydier einen langjährigen Krieg aufgrund einer Sonnenfinsternis, dass beide Seiten als ein schlechtes Omen betrachtet hatten (Vgl. Ebert et al. (2008 ): Weltgeschichte, Band 4. Gütersloh/München: Wissen Media Verlag, S.168 )

Das bedeutet die Gemeinschaft wird als Ganzes für die Verfehlungen Einzelner bestraft. Aus der Sicht der Gemeinschaft hat als Folge jeder einen Vorteil davon Druck auf den Einzelnen auszuüben die Sitten, Bräuche, Rituale usw. der Gemeinschaft einzuhalten. Im Umkehrschluss hat jeder einen Nachteil davon, wenn Einzelne ausscheren und kein Druck ausgeübt wird (Vgl. Smith, A. (2006): Der Wohlstand der Nationen, Nachdruck. München: Finanz Buch Verlag, S. 975-988 ).

Dadurch entsteht in etwa das, was Ökonomen einen "Netzwerkeffekt" nennen. Das Problem hierbei ist, das sich zwangsläufig ein Monopol bildet. Genauer gesagt ein "Interpretations-Monopol" der Priesterschaft auf alles was aus dem übersinnlichen Bereich kommt. Davon lebt letztlich die Institution Priesterschaft.

Jetzt bestehen hier zwei mögliche Wege. Wir können die übersinnliche Welt komplett ausschließen und können komplett alles der Priesterschaft in die Schuhe schieben, oder wir beziehen die Möglichkeit mit ein und "rechnen" einfach weiter. Alle die an eine übersinnliche Welt nicht glauben, werden wahrscheinlich mit dem bisher geschriebenen voller Zustimmung sein.
Der/die angehende Hermetiker/in sollte aber nun mal mehr wissen. Wie weit mir geglaubt wird ist jedem seine Sache:

Wir erinnern uns: Die Astralsphäre kennt zwar den Raum, aber nicht die Zeit. D.h. der Priester muss sich nur innerlich danach ausrichten die Eigenschaften des Wesens reflektieren und er hat den innerlichen Kontakt hergestellt.

Wie funktioniert das genau?

Betrachten wir dazu den in der aztekischen Götterwelt verehrten Tlaloc, der wahrscheinlich entweder die astrale Wassersphäre als Gesamtheit darstellen soll, oder aber tatsächlich irgendein hierarchisch höheres Elementarwesen des Wassers darstellen soll. Durch die Darbringung der Opfer an bestimmten Orten kommt der Priester innerlich dem Wasserelement näher. Alles was jetzt noch gemacht werden muss ist die Konzentration auf die Qualitäten des Wesens. Im Grunde genommen eine Evokation-Light.

Soviel Beschreibung ist genug.

Jedoch das Problem ist das, das Elementarwesen weder einen Zugang zum "Ich" haben, noch sonst irgendwie "göttlichen" Ursprungs sind. Energie ist ihnen aber dennoch willkommen. Und was Priester betrifft so sind es Menschen, die ihre Chance zur Macht gewittert haben.
Priester und Elementarwesen haben etwas davon die Massen auszubeuten. Dementsprechend werden sie das auch machen. Darüber hinaus ist der zwei Wege Kontakt zur Astralsphäre leichter herzustellen als zur Mentalsphäre. Dieses ganze Forum mit seinen Geschichten ist doch der beste Beweis dafür, dass dazu nicht viel Training nötig ist.

Das nächste Thema soll "Die Mentalsphäre und die Religionen" sein.

Liebe Grüße

__________________
Die nächste Welle ...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kilian: 02.10.2016 19:54.

02.10.2016 19:51 Kilian ist offline E-Mail an Kilian senden Beiträge von Kilian suchen Nehmen Sie Kilian in Ihre Freundesliste auf
Urseli Urseli ist weiblich
Astralwesen



Dabei seit: 12.07.2009
Beiträge: 5.474
Herkunft: RLP

Level: 53 [?]
Erfahrungspunkte: 17.547.646
Nächster Level: 19.059.430

1.511.784 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Dankeschön, lieber Kilian.

Ich werde aber alles nochmal lesen,
um alles zu begreifen, wegen der Störungen
meiner Hirndurchblutung.

Liebe Grüße

Urseli

__________________
Jeder Mensch braucht ein bisschen Wahnsinn
sonst wagt er nie, seine Fesseln zu durchschneiden
und frei zu sein.

Alexis Sorbas
03.10.2016 11:09 Urseli ist offline E-Mail an Urseli senden Beiträge von Urseli suchen Nehmen Sie Urseli in Ihre Freundesliste auf
Artair
Irrlicht



Dabei seit: 16.08.2017
Beiträge: 148

Level: 21 [?]
Erfahrungspunkte: 36.771
Nächster Level: 38.246

1.475 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: daß sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen...

Hallo @Killian
Was ist Gott - nur eine Frage die uns seit Urzeiten quält.
Die Grundfrage Kants ist meiner Meinung nach: Ist es ein von der Natur/Gott auferlegter Zwang, uns auf ewig mit den nicht zu beantwortenden Fragen zu beschäftigen.
Dieser Frage tritt Kant nur näher, beantwortet sie aber nicht (Typisch Kant).
"Ich mußte das Wissen aufheben, um dem Glauben Platz zu machen, postuliert Kant.
Die Vernunft kann methaphysische Ideen wie Gott, Freiheit etc. nicht beweisen, und nicht wiederlegen.
Insofern ist Platz geschaffen sie zu glauben.
So wie ich Kant verstehe, und ich verstehe ihn selten, ist der Mensch imstande, Ideen von der "Sinnlichkeit/ Erfahrbarkeit zu unterscheiden.
Ich sehe in Kants Gedanken keinen Gründe für den menschlichen Bedarf einer Priesterschaft.
Würde mich sehr über weitere Erklärungen deinerseits freuen.
Zitat:
Wie schafft es nun die Priesterschaft so viele Menschen zu beeinflussen?...


Ich glaube nicht, dass es nur Furcht vor übersinnlichen Konsequenzen ist.
Denke doch nur an die heutigen "Werbepriester"
die uns in Ihre Konsumtempel zwingen.
Dort opfern wir Ihnen unser Geld/Zeit.
Meiner Meinung erreichen sie das nur durch eins - und zwar ständige Wiederholung.
Wenn wir zu Gott beten, ist dies normal - wenn Gott mit uns spricht, sich wir verrückt.
Warum ist das so? Vielleicht, weil es uns seit der Kindheit so beigebracht wurde.

Dazu ein Zitat von Kleist:
Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr.
Lasse mich übrigens gerne eines besseren belehren
Liebe Grüße Devil

__________________
Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. Bätsch
(Charles Bukowski)

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Artair: 24.11.2017 13:39.

24.11.2017 13:22 Artair ist offline Beiträge von Artair suchen Nehmen Sie Artair in Ihre Freundesliste auf
Kilian
V.I.P.



Dabei seit: 18.11.2012
Beiträge: 630

Level: 38 [?]
Erfahrungspunkte: 1.248.004
Nächster Level: 1.460.206

212.202 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Kilian
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Altair,

Zitat:
"Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: daß sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, den sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft"


Dieser von mir zitierte Satz Immanuel Kants bezog sich auch nicht auf die Priesterschaft. Sie bezog sich auf den vorherigen Abschnitt:

Zitat:
Jeder Mensch, der im Besitz seiner vollen geistigen Kräfte ist, ist tendenziell dazu geneigt die Abläufe seiner Umgebung logisch verstehen zu wollen. Dies kann jedoch nur in der subjektiven Wahrnehmung des Einzelnen erfolgen. Vor allem im Erkennen von Ursache und Wirkung. Dies führt zwangsläufig zu Fragen, deren Beantwortung auch außerhalb der subjektiven Wahrnehmung liegen kann. Zum Beispiel die Ursache des "Seins" (Vgl. Schmidinger, H. (2010): Metaphysik, 3. Auflage. Stuttgart: W.Kohlhammer GmbH, S.23-25).


Hmm..., eigentlich hast Du mich verstanden:

Die Vernunft kann methaphysische Ideen wie Gott, Freiheit etc. nicht beweisen, und nicht wiederlegen.
Insofern ist Platz geschaffen sie zu glauben.
So wie ich Kant verstehe, und ich verstehe ihn selten, ist der Mensch imstande, Ideen von der "Sinnlichkeit/ Erfahrbarkeit zu unterscheiden.


Liebe Grüße

__________________
Die nächste Welle ...
26.11.2017 13:04 Kilian ist offline E-Mail an Kilian senden Beiträge von Kilian suchen Nehmen Sie Kilian in Ihre Freundesliste auf
Artair
Irrlicht



Dabei seit: 16.08.2017
Beiträge: 148

Level: 21 [?]
Erfahrungspunkte: 36.771
Nächster Level: 38.246

1.475 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Es ist nämlich nicht so, dass die Priester sich den Menschen aufgedrängt haben, sondern es ist eher so, dass die Menschen ein Grundbedürfnis hatten, welches zu erfüllen galt: Jemand den man bei Übersinnlichen Angelegenheiten befragen kann.

Glaube an ein höheres Wesen ist für mich eine Idealisierung dessen, wonach wir streben was wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht erreichen können.

Ich gehe mit dir komform, dass Menschen ein Grundbedürfnis nach einer wie auch immer gearteten Spiritualität haben.
Auch möchte ich keinesfalls widerspechen, dass Menschen nach spirituellen Beistand und nach Unterstützung in Glaubensfragen suchen.

Ich sehe allerdings Priester eher als Handlanger der Mächtigen, mit deren Hilfe man Menschen dazu brachte (mitunter heute noch bringt) unerträgliche Bedingungen zu ertagen, indem sie ihnen eine bessere Welt im jenseits versprachen.
Ordnungen und Hierachien in einer Gesellschaft sind vom Menschen frei erfunden und stellen keine natürliche Ordnung dar.
Es galt also etwas zu schaffen, das Menschen dazu bringt sich dieser Ordnung zu unterwerfen, und gegebenfalls für diese Ordnung zu sterben.
Ein Herrscher kann nur mit größtem Aufwand, das Volk dazu bewegen Ungerechtigkeit etc. zu ertragen.
Viel einfacher ist es, die erfundene Ordnung, die nur wenigen nützt, als eine von Gott gewollte objektive Wirklickeit hinzustellen.
Es war wesentlich einfacher und effizienter Menschen (Priester), mit angeblich direktem Draht zu Gott damit zu beauftragen z.B. Soldaten auf einen Krieg einzuschwören..
Nicht mal irdische Güter musste solch ein Herrscher verspechen, konnte er doch den Lohn für Frondienste und Heldentum auf das Jenseits verlegen.

Liebe Grüße Keine Ahnung

__________________
Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind. Bätsch
(Charles Bukowski)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Artair: 01.02.2018 15:07.

01.02.2018 15:05 Artair ist offline Beiträge von Artair suchen Nehmen Sie Artair in Ihre Freundesliste auf
Kilian
V.I.P.



Dabei seit: 18.11.2012
Beiträge: 630

Level: 38 [?]
Erfahrungspunkte: 1.248.004
Nächster Level: 1.460.206

212.202 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg

Themenstarter Thema begonnen von Kilian
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Altair,

hm, ... wahrscheinlich steckt hinter dem Satz von Dir der Unterschied zwischen der Denkweise von Dir und mir:

"Glaube an ein höheres Wesen ist für mich eine Idealisierung dessen, wonach wir streben was wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht erreichen können."

Ich verstehe Deinen Standpunkt, sehe jedoch keine Möglichkeit Dir meinen Standpunkt näherzubringen.

Liebe Grüße

__________________
Die nächste Welle ...
04.02.2018 01:51 Kilian ist offline E-Mail an Kilian senden Beiträge von Kilian suchen Nehmen Sie Kilian in Ihre Freundesliste auf
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
GespensterWeb Forum » ~ MENSCH & WELT ~ » Kunst, Kultur und Zeitgeschehen » Die Priesterschaft, die Grundlagen

>>> Zurück nach oben <<<

Impressum




GespensterWeb © 2005 - 2017

Alle Dokumente auf dieser Website (Forum) unterliegen Copyrights.
Die unerlaubte Verwendung von Texten oder den hier abgebildeten Fotos und Videos ist deshalb nicht gestattet.

All documents on this website are subject to copyrights.
An unauthorised usage of either the text or any photos and videos will be prosecuted.

Das GespensterWeb-Team distanziert sich von den Inhalten der Beiträge der Besucher des Forums.
Weder ein Team-Mitglied, noch der Betreiber des Forums,
kann für einen nicht selbst erstellten Beitrag haftbar gemacht werden.
Die Haftung und Verantwortung bleibt immer und allein beim Ersteller des Postings.


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH

© Forendesign by GespensterWeb