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Zum Ende der Seite springen Heinrich der Vogelsteller
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nebelwandler nebelwandler ist männlich
Irrlicht



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Heinrich der Vogelsteller Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

König Konrad I. lag in Limburg an der Lahn auf seinem Sterbebette. Da empfahl er seinem Bruder Eberhard von Franken und den anwesenden Fürsten seinen Stammesfeind Heinrich von Sachsen zu seinem Nachfolger.
Eberhard gelobte, den letzten Willen des sterbenden Königs auszuführen, und als er den nun in Frieden (23. Dezember 918 ) Entschlafenen im Kloster Fulda bestattet hatte, da stieg er mit Grafen und Rittern zu Rosse, den Herzog Heinrich aufzusuchen und ihm die Reichskleinodien zu überbringen: den goldenen Stirnreif der Krone, das vergoldete Zepter, die vergoldeten Sporen, Karls des Großen wuchtiges Schwert mit dem gold- und juwelenreichen Griff, die Dalmatica, die goldenen Armspangen, den goldenen Reichsapfel mit dem Kreuz und die Lanze des heiligen Moritz.

Als sie nach Sachsen gelangten, wurden sie – so berichtet die Sage – in den Harz gewiesen, da verweile der Herzog auf dem Vogelfange. Suchend ritt die Frankenschar an der wildbrausenden Oker hinauf und folgte dann höher im Gebirge dem friedlicheren Weißenwasser, dem Herzog Heinrich diesen Namen gegeben hat. Doch an der Stelle über Mittelschulenberg, die noch jetzt „Kaiser Heinrich“ heißt – auf der ältesten bekannten Karte des Westharzes ist hier eine „Königswiese“ verzeichnet – hörte mitten im Urwald der Weg plötzlich auf. Da stießen sie, um sich dem verborgenen fürstlichen Vogelsteller bemerklich zu machen, kräftig in das Horn; eine Schar Finken flatterte zur Seite auf, und aus dem Gebüsch trat der Sachsenherzog, unmutig, daß die unvorsichtigen Fremden ihn um den Fang gebracht hatten. War er doch gerade im Begriffe gewesen, die „Ruckleine“ zu ziehen, um die Vogel, welche sich besonders zahlreich auf dem „Herde“ niedergelassen hatten, in die Fangnetze einzuschließen, als jener Hornstoß ihm sein Wild vertrieb.

Herzog Eberhard spornte sein Roß Heinrich entgegen, sprang ab und bot diesem mit den freundlichen Worten die Rechte: „Ich komme als Freund zu dir und bitte um deine Freundschaft. Laß uns des alten Haders vergessen um des Vaterlandes willen!“ Und als nun Heinrich leuchtenden Auges die Hand des früheren Gegners ergriff, fuhr dieser fort: „Doch noch ein größeres Opfer von dir zu erbitten, bin ich mit meinen Mannen gekommen. Siehe, mein Bruder ist heimgegangen, und das nun verwaiste Reich kann niemand sonst schützen und retten als du. Sterbend noch hat Konrad dein gedacht und sendet dir hier seine Krone.“

(„Da blickt Herr Heinrich tief bewegt hinauf zum Himmelszelt: Du gabst mir einen guten Fang, Herr Gott, wie Dir's gefällt!“)

„Ich weiß wohl, wie schwer die Krone drückt“, erwiderte Heinrich, „aber da so redliche Fürsten sie mir darbieten, so will ich sie in Gottes Namen annehmen und zu des Vaterlandes Besten tragen“, und scherzend setzte er hinzu: „Sie wird mir nicht halb so viel Freude machen, wie ich an den Finken gehabt hätte, die ihr mir verscheucht habt.“

Ähnlich erzählt die Sage auch vom „Finkenherde“ am Schloßberge zu Quedlinburg, vom „Heinrichswinkel“ unter der Staufenburg, vom Königskruge und von Bodfeld, von Pöhlde und Wiedelah, von Dinklar u. a. O.


(Friedrich Günther)



Siehe auch: Heinrich der Vogler
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