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Zum Ende der Seite springen Kaiserin Agnes und ihr Kämmerer
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nebelwandler nebelwandler ist männlich
Irrlicht



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Kaiserin Agnes und ihr Kämmerer Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In der Nähe des Breitenthores sind auf dem Petersberge vor Goslar, oberhalb der Klus, im Jahre 1871 die Grundmauern des einst hochberühmten Petersstiftes und seiner Kirche, einer dreischiffigen, romanischen Säulenbasilika, wieder ausgegraben. Von der Gründung dieses Stiftes, das die Bürger von Goslar im Jahre 1522 zerstörten, erzählt die Sage folgendes:
Die Kaiserin Agnes, die Gemahlin des Kaisers Heinrich III., der das Kaiserhaus und den Dom in Goslar erbaute, nahm zu ihrem Schrecken wahr, daß ihr nach und nach eine Menge ihrer Juwelen und ihrer wertvollen Gold- und Silbersachen entwandt wurden. Da zu dem Zimmer, in dem sie verwahrt wurden, nur der Kämmerer, der das Amt eines Haushofmeisters verwaltete, einen Schlüssel besaß, so fiel auf ihn der Verdacht des Diebstahls. Vor Gericht gestellt, beteuerte er seine Unschuld, aber da sein Verbrechen nach der Meinung der Richter klar am Tage lag, so wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Eines Tages stand die Kaiserin am Fenster und freute sich des Blickes auf die herrliche Landschaft. Da fiel ihr auf einer hohen Linde am Scharperthor ein Rabennest ins Auge, und sie sah zu ihrer Verwunderung, daß darin im Strahl der Sonne etwas funkelte und blitzte. Sie schickte einen Dachdecker hinauf, und der brachte ihr sämtliche abhanden gekommenen Kleinodien. Der Rabe hatte die glänzenden Gegenstände durch das offenstehende Fenster aus dem Zimmer der Kaiserin entwandt und in sein Nest getragen.
So war der Kämmerer doch unschuldig gewesen. Tiefbekümmert befragte die Kaiserin ihre Geistlichen, was sie zur Sühne der Hinrichtung des getreuen Dieners thun könnte, und erbaute auf deren Rat das herrliche Petersstift.


(Friedrich Günther)


Wikipedia:

St.-Peters-Stift (Goslar)
Agnes von Poitou



Eine ähnliche Sage ist die vom Merseburger Raben:

Der Bischof Thilo von Trotha besaß einen goldenen Siegelring, ein Geschenk seines Freundes, des Bischofs von Naumburg. Eines Morgens ließ er ihn am offenen Fenster liegen und bemerkte nach kurzer Abwesenheit den Verlust des Ringes. In seinem Zorn bezichtigte er seinen langjährigen Diener des Diebstahls. Obwohl der Diener seine Unschuld beteuerte, ließ er ihn hinrichten. Noch nach dem Abschlagen des Kopfes sollen seine ausgestreckten Arme seine Unschuld beteuert haben.

Als der Ring später in einem Rabennest gefunden wurde, ließ Thilo von Trotha als Mahnung, kein Urteil im Jähzorn zu fällen, im Schlosshof ein Vogelbauer errichten, in dem seitdem ein Kolkrabe für den Diebstahl büßt. Zum steten Andenken habe der Bischof einen Raben mit einem Ring im Schnabel in sein Wappen aufgenommen. – Allerdings führte seine Familie diesen Raben mit Ring wohl schon vorher im Wappen. (Vgl. Wappen von Krosigk, seinem möglichen Geburtsort)

Ein solcher Rabe wird auch heute noch in einem Käfig gehalten, die alte Sitte ist aber bei Tierschützern umstritten. Im Juni 2006 erfolgte deshalb eine wesentliche Vergrößerung des angestammten Käfigs vor dem Schloss. Der Rabe lebt nun mit einer Partnerin in einer nun fast neun Meter langen und vier Meter breiten Voliere.

(Wikipedia)
26.09.2019 21:09 nebelwandler ist offline E-Mail an nebelwandler senden Beiträge von nebelwandler suchen Nehmen Sie nebelwandler in Ihre Freundesliste auf
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