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Zum Ende der Seite springen Wirklichkeit und Einbildung
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midnight
Eisiger Hauch



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Wirklichkeit und Einbildung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Seid gegrüßt,

ich habe mir in der letzten Zeit einige Gedanken gemacht, über Wirklichkeit und Einbildung.
In diesem Gedankenspielen warfen sich einige Fragen auf die ich nicht so recht, selbst beantworten kann. Mach ich das nun auf diesem Wege um andere und uneingenommene Ansatzweisen zu bekommen.

Vergebt mir wenn mein Gedanken Schwachsinnig wirken aber das geht mir nun seit Monaten im Kopf herum.

Ich beginne dann einmal:

Alles begann als ich eine Dokumentation über Sinnestäuschungen an sah. Ihr wisst schon, der lange und kurze Strich der doch gleich ist.
Nach dieser Sendung begann ich darüber nachzudenken, was ist eigentlich Echt und was ist von unserem Gehirn nur vorgegaukelt. Immer tiefer in den Bau des Kaninchen´s führte mich meine suche Im Internet. ( und ja diese Metapher von Alice ist gewollt!) Ich stieß auf unendlich viele Dinge die immer mehr Fragen aufwarfen als das sie, sie beantworteten.
Mein Favorit in der Liste ist, der Mandela Effekt.
Der Mandela-Effekt steht für das Phänomen kollektiv falscher Erinnerungen von Fakten oder Ereignissen. Namengebender Auslöser war dabei Nelson Mandelas Tod im Jahr 2013: Viele Menschen glaubten sich mit Sicherheit bereits an dessen früheren Tod ca. 1980 zu erinnern. ( Quelle Mandelaeffekt.de) es gibt noch weiter Beispiele: wie eines der berühmtesten Zitate der SIFI Filmgeschichte aus StarWars. Viele zitieren den Satz
"Luck ich bin dein Vater!" In diesem Wortlaut (ich eingeschlossen) In Wirklichkeit sagt Mr. Vader nur "Ich bin dein Vater!"

Jetzt begann mein Gehirn richtig an zu Rattern.
Was war Real? Was nur Einbildung oder von meinem Gehirn einfach nur so zusammen Gesetzt? War oder ist meine gesamte Vergangenheit nur eine Aneinanderreihung von dingen die nie geschehen sind, weil ich nicht mit der Realität klar kam?
Wie könne wir uns sicher sein, das alles was wir glauben zu sehen, nicht nur eine Projektion Unseres Gehirns ist. Geister, Dämonen Oder Ähnliches.

Ich könnte noch fiel mehr ausführe aber im großen und ganzen habe ich diese mich quälende Farge auf den Punkt gebracht.

Ich möchte Mit der Frage Schließen:

Wie schmal ist der Grad zwischen Wahrheit und Wahnsinn?

__________________
"Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder."
Albert Einstein
28.11.2019 19:11 midnight ist offline E-Mail an midnight senden Beiträge von midnight suchen Nehmen Sie midnight in Ihre Freundesliste auf
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Hallo midnight,

nicht Wirklichkeit und Wahnsionn, sondern Wirklichkeit und Fiction wäre richtiger.
Soweit ich weiß, hat unser Gehirn Filter eingebaut.
Die werden aus Lebenserfahrungen vom Gehirn konstruiert.
Dazu Gehört auch, wie offen du mit deiner Umwelt umgehst, wie deine Erziehung war, mit was für Erfahrungen du konfrontierts worden bist, wie dein soziales Umfeld ist.
Und das Hirn lernt nie aus, was die Filter angeht.
Kurz gesagt, was dich nichts angeht, das siehst du auch nicht.
Das ist eine Konditionierung.

Wenn du in deinem Leben nur Leid siehst und erfährst, siehst du es anders als derjenige, die es nie gesehen und erlebt haben.
Für dich wäre es normal und nicht mehr erschreckend. Du würdest z.B. ein bettelndes frierendes Kind garnicht wahrnehmen, da es für dich normal ist und dein Hirn blendet diese "unwichtige" Info einfach aus. Du siehst es garnicht mehr.

Hast du aber nie Leid gesehen oder erfahren, dann bist du schockiert und fragst dich wie sowas passieren kann und warum alle so Herzlos sind.

Wurdest du hingegen so konditioniert, das es kein Leid gibt und es allen gut geht, so kann es auch passieren, das du das bettelnde Kind nicht siehst.
Es kann nicht sein, was nicht sein kann und daher ist es nicht existent.
Dein Hirn zwingt dich, es nicht zu sehen.

Zum Glück sind wir aber lernfähig und können die Filter und Konditionierungen ändern und anpassen.
Dieser Lernprozeß ist aber schwierig und manchmal schmerzhaft.

Mein Kumpel, der bei mir wohnt, kann zum Beispiel Geister und andere Wesenheiten sehen. Er blendet dies aber gerade komplett aus, da es zu anstregend für ihn ist.
Er sagt, er hat gerade keine Lust drauf und somit sieht er auch nichts mehr.
Er kann also seine Filter ein- und abschlaten.
Das ist ein Lernprozeß. Bei ihm geht das schon sein Lebenlang so.

Wenn ich Stress habe oder was getrunken habe, fallen meine Filter auch aus.
Dann kann ich das sehen, was er nciht mehr sehen will.
Ist manchmal echt schlafraubend, wenn sich ein kleiner Dschinn an dein Bett kauert und dir beim schlafen zuschaut. großes Grinsen

Die Wirklichkeit ist also das, was du und dein Hirn daraus machen.

Sonnige Grüße
Thorsten

__________________
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Gandhi
30.11.2019 20:15 Thorsten ist offline E-Mail an Thorsten senden Beiträge von Thorsten suchen Nehmen Sie Thorsten in Ihre Freundesliste auf
Fenrir
Gespenstischer Wind



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Wir Menschen gehen in der Regel davon aus, dass wir die Welt um und herum auch genau so wahrnehmen, wie sie ist. Abweichungen davon werden als krankhaft und/oder ein Zeichen von Dummheit angesehen, schlimmstenfalls als Wahnsinn.

Dabei ist das in Wirklichkeit überhaupt nicht so. Wie Thorsten schon beschrieb, hat das Gehirn gewissermaßen Filter, die Dinge, die irrelevant erscheinen, ausblendet, umgekehrt aber auch aus bruchstückhaften Informationen anhand der bisher gesammelten Erfahrungen ergänzt. Das funktioniert so gut, dass wir in aller Regel gar nichts davon merken, und daher ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass uns unsere Sinne ein rein objektives Abbild unserer Umwelt vermitteln.

Und daher nehmen wir an, dass wenn bei jemandem eine auffällige Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität (oder dem, was die anderen dafür halten) auftritt, derjenige entweder "einen an der Waffel" hat oder zumindest reicht dämlich ist, weil er sich in die Irre führen lässt. Dementsprechend fassen wir es oft schon fast als Beleidigung auf, wenn man uns vorwirft, dass wir Dinge sehen, die gar nicht da sind, oder anders herum. Wie oft hört man: "Ich bilde mir das ja nicht nur ein!" Es wäre nicht falsch, darauf mit dem Hinweis zu antworten, dass man, wenn man sich etwas einbildet, in der Regel ja nicht merkt, dass es nur eine Einbildung ist, dementsprechend auch nicht wissen kann, dass man sich etwas nicht einbildet. Allerdings läuft man dann Gefahr, sich beim Gesprächspartner nicht allzu beliebt zu machen. Nudelholz

In Wahrheit hat das aber erst einmal gar nichts mit Wahnsinn (und auch nicht mit Dummheit) zu tun, sondern es ist nun mal die Weise, auf die unser Gehirn ganz natürlich funktioniert. Vermutlich ist es auch gut so, denn wenn wir all das, was unsere Sinne gleichzeitig erfassen, mit allen Details auch bewusst wahrnehmen würden, wären wir vermutlich aufgrund der Reizüberflutung nicht mehr in der Lage, normal zu funktionieren, weil wir uns nicht auf die wirklich relevanten Dinge konzentrieren könnten.

Aber wie alles im Leben funktioniert das nicht immer fehlerfrei. Die bekannten optischen Täuschungen sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Es gibt solche Täuschungen übrigens auch für die anderen Sinne, insbesondere akustische Täuschungen, die allerdings weniger bekannter sind, weil das Sehen nun mal der wichtigste Sinn für den Menschen ist.

Es gibt auch beispielsweise Bilder, wo man nichts außer unregelmäßigen weißen und schwarzen Flächen sieht, bis man erfährt, was für eine Figur man darin sehen kann. Dann sieht man sie, und man kann gar nicht mehr begreifen, wie man sie vorher nicht erkennen konnte. Sobald das Gehirn weiß, was es zu zeigen hat, zeigt es einem das auch.

Umgekehrt gilt das allerdings nicht immer: Selbst wenn man weiß, dass bei der bekannten optischen Täuschung beide Striche zwischen den Pfeilen gleich lang sind, "sieht" man immer noch, dass der eine länger ist.

Ein anderer interessanter Effekt ist die sogenannte Pareidolie. (An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Tom GHNRWUP, von dem ich den Fachbegriff dafür erfahren habe.) Das ist das Phänomen, das man in mehr oder weniger zufälligen Mustern (z. Bsp. in Wolken) bekannte Figuren und insbesondere Gesichter wahrnimmt. Das liegt daran, dass das Gehirn sehr gut darin ist, Dinge und insbesondere Gesichter zu erkennen, selbst wenn die Informationen mangelhaft sind, z. B. wenn es dunkel ist oder man ein schlechtes Bild betrachtet. Das Gehirn ergänzt dann die fehlenden Informationen. Diese Fähigkeit hat aber den Nachteil, dass das auch manchmal passiert, wenn es in Wahrheit gar nichts zu erkennen gäbe.

Eine Kombination aus beiden Effekten trifft man auch gerade beim Thema Geister an: Ich habe schon mehrfach gesehen, wie in entsprechenden Foren oder Gruppen Bilder gezeigt wurden mit der Frage, ob darin ein Geist zu erkennen wäre. Sobald dank Pareidolie jemand in irgendwo ein Gesicht zu erkennen glaubte und das anmerkte, "sahen" viele andere es auch, weil sie ja jetzt wussten, dass es da etwas zu sehen gab.

Das geht auch im akustischen Bereich. Ich habe mich vor Jahren mal mit EVP (electronic voice phenomen, auch als Tonbandstimmen bekannt) beschäftigt, aber selbst erfahren, dass was ich da höre teilweise sehr davon abhängt, was ich erwarte zu hlren.

Man muss also vorsichtig sein mit solchen Dingen. Wer schon weiß, was es zu sehen oder zu hören gibt, dessen Wahrnumung ist alleine dadurch beeinflusst und nicht mehr objektiv, ohne das selbst ändern zu können, vielleicht sogar ohne es zu bemerken.

Um aber zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Es ist nicht automatisch ein Zeichen für Wahnsinn, wenn man die Umwelt nicht unverfälscht wahrnimmt, sondern ganz normal, weil unser Gehirn uns die Wahrnehmungen unserer Sinne nicht objektiv, sondern nur gefiltert, ergänzt und vorverarbeitet zur Verfügung stellt.
02.12.2019 00:45 Fenrir ist offline Beiträge von Fenrir suchen Nehmen Sie Fenrir in Ihre Freundesliste auf
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