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Zum Ende der Seite springen Erinnerungen an meine erste PU
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LuxObscurus LuxObscurus ist weiblich
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Erinnerungen an meine erste PU Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich möchte gerne über meine erste ‚offizielle‘ Paranormal-Untersuchung als Mitglied eines Ghosthunter-Teams berichten. Viel Spaß beim Lesen! smile

Diese erste PU fand im Mai 2009 statt. Im Januar dieses Jahres hatte ich in einem Geister-Forum gelesen, dass Jemand Leute für ein Team in Hessen sucht und hatte mich darauf gemeldet.

Wir trafen uns, gründeten das Team mit einem Bekannten von mir, der auch interessiert war (die GPFH – Gruppe paranormaler Forschungen Hessen) und bekamen Unterstützung von Nicole vom Team Ghosthunter Germany.

Sie war es auch, die uns das Haus in Eberstadt zur PU vorschlug. Es stand zu der Zeit leer, war in der Ghosthunter-Szene bereits bekannt und dort sollte es bei Besuchen von anderen Teams bereits zu interessanten ESPs und ungewöhnlichen Phänomenen gekommen sein.

Bei unserem ersten Besuch dort – also der ersten PU der GPFH – waren wir fünf Leute.

Jessy, das Mädchen, dass den Aufruf im Forum gestartet hatte; ich; Alex, mein Bekannter; und Nicole und ihr Mann Chris.

Wir unternahmen eine Vorbegehung, solange es noch hell war.

Das Haus liegt etwas erhöht neben einer Straße und man kann von der gegenüberliegenden Straßenseite gerade so den ersten Stock und das Dach sehen. Ansonsten lag es damals eher versteckt, da das Grundstück schon ziemlich zugewuchert war.

Wir betraten das Grundstück über einen Trampelpfad, dessen Einstieg mehr oder weniger versteckt lag. Zumindest war er nicht zu entdecken, wenn man nicht wusste, dass er da war.

Der Pfad führte in Serpentinen aufwärts durchs Dickicht. Man stieg also zum Haus hinauf, was das Gebäude noch imposanter erscheinen ließ.

Es ging an einer halb überwucherten Mauer vorbei, in der ein Lagerraum eingearbeitet war und an deren Ende eine Treppe weiter führte. Hatte man diese erklommen, ging es noch einmal ein paar Schritte über einen schmalen Weg zwischen Bäumen hindurch, bis man plötzlich vor dem Haus stand.
Es war ein wunderschönes altes Fachwerkhaus mit einem kleinen Nebengebäude. Die Haustür war völlig zugewuchert, die Fenster fast alle zerstört und ohne Glas.
Ich schaute mir erst einmal den Rest des Grundstücks an.
Außer über den Trampelpfad und die Treppe konnte man den Ort nicht betreten. Auf der linken Seite wuchs dichtes Brombeergebüsch, da würde niemand freiwillig durch krabbeln. Rechts auf der anderen Seite befand sich ein Zaun, der so dicht mit Büschen und Bäumen bewachsen war, dass auch dort kein Durchkommen war. Und hinter dem Gebäude erhob sich das Gelände schroff mehrere Meter hoch, steil wie eine Wand.
Nachdem das Grundstück überprüft war, warfen wir einen Blick in das Nebengebäude. Das Erdgeschoss stand voller Gerümpel, durch das man sich zwar einen Weg bis zur Treppe ins Obergeschoss bahnen konnte, doch der Boden des oberen Zimmers kam schon halb herunter und war extrem einsturzgefährdet. So empfahl es sich, von der Treppe aus nur einen Blick dort hinein zu werfen. Diese Stelle verursachte mir eine Gänsehaut, ich fand sie extrem unheimlich. Bedrohlich.
In diesem Bereich sollte es auch bei einem vorherigen Besuch durch ein anderes Ghosthunter-Team zu einem akustischen Phänomen gekommen sein.
Danach galt die Aufmerksamkeit dem Haupthaus. Der Haupteingang war vollkommen zugewuchert und die Tür komplett verkeilt. Nur durch den Kellereingang, oder durch eine Seitentür im Erdgeschoss, die wir auch benutzten, gelangte man hinein. Die Seitentür führte direkt in die ehemalige Küche. Es tat mir direkt etwas leid, den Zustand der Räume zu sehen. Die Vandalen schienen hier ein und aus zu gehen. Die Wände waren beschmiert, es gab so gut wie keine Türen mehr und auf dem Boden war ausgeschlagenes Mauerwerk verteilt. Es gab hier nur zwei Räume. Die Küche und ein weiteres Zimmer – vermutlich ein Wohnzimmer.
An der Treppe zum ersten Stock fehlte das Geländer und dort oben sah es nicht viel besser aus. Zwei Räume – einer mit Balkon, und ein Bad. Im Balkonzimmer waren die Wände über und über mit Graffitis bedeckt. Überall lag Gerümpel herum, da hier wohl viel randaliert würde, aber weniger Müll, als anzunehmen war.
Der Dachboden war leer, bis auf einige – für diesen Ort merkwürdige – Hinterlassenschaften. Ein Mädchenrucksack z.B. mit Inhalt. Dies war wohl ein geheimes Versteck für den einen oder anderen Teenager aus der Gegend. Offensichtlich gab es hier wirklich viele Besucher.
Ich fand den Dachboden unheimlich. Aber ich war einfach auch sehr aufgeregt. Und ich war natürlich etwas vorbelastet durch das Anschauen diverser Horrorfilme. Ob man will oder nicht, da bleibt doch was hängen. Gleichzeitig musste ich über mich selbst schmunzeln, da mir die Ursache meiner Ängste ja durchaus bekannt war.
Der Keller, in dem sich zwei Räume und zwei Nischen in den Wänden befanden, war bis auf einen Raum ebenfalls leer. In diesem Raum stand eine riesige Kühltruhe herum, die die Farben und das Logo eines bekannten Erfrischungsgetränkeherstellers trug.
Interessanterweise empfand ich den Keller im Licht der Taschenlampen weniger unheimlich, als den Dachboden.
Man merkt, an das Haus kann ich mich noch gut erinnern.

Wie unsere PU aufgebaut war, daran kann ich mich nicht mehr ganz so gut erinnern. Naturgemäß hatten wir auch noch nicht viel Equipment. Ich hatte einen MP-3 Player dabei. Nicky hatte ihr Diktiergerät. Auch Alex hatte ein hochwertiges Audio-Aufnahmegerät dabei und eine Kamera. Was wir nicht groß hatten, waren Messgeräte. Also haben wir bei dieser PU noch keinerlei Basis- und Umgebungsmessungen durchgeführt.
Wir arbeiteten uns von oben nach unten, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Wir legten auf dem Dachboden einen Movetest aus, ein Glasuntersetzer auf einem Blatt Papier, allerdings hatten wir keinen Camcorder zur Überwachung.
Wir führten eine ESP-Sitzung auf dem Dachboden durch, während der wir Fotos um uns herum machten.

Auch im ersten Stock führten wir ESP-Sitzungen durch. Wir bildeten Teams, jeweils zwei bis drei Personen stark, die die Sitzungen durchführten, während die anderen vor dem Haus warteten.
In einem Raum im Keller führten wir eine gemeinsame ESP-Sitzung durch. Als wir dort die Taschenlampen ausmachten, war es wirklich stockfinster dort.
Ein wenig überrascht war ich schon, als Jessy fast panisch auf die Feststellung reagierte, dass sie mit dem Rücken zur Türöffnung stand. Ich tauschte mir Ihr den Platz. Vor Allem deswegen, weil ich wissen wollte, wie ich mich dabei fühle, wenn ich im Stockdunklen mit dem Rücken in einer Öffnung stehe, sozusagen ungedeckt. Ja, es war unangenehm. Und ich fand es anfangs auf jeden Fall beunruhigend. Aber ich merkte auch, dass ich mich gut kontrollieren konnte und nicht in Panik verfiel. Und dann war ich wirklich gespannt, ob es zu einem paranormalen Kontakt kommen würde. Ich rechnete förmlich damit, dass mich irgendwas von hinten anspringt.
Doch nein, da passierte nichts.

Irgendwann – ich glaube, es war nach der ESP-Sitzung im Keller – legten wir die Diktiergeräte aus. Auch in dem Nebengebäude im oberen Stockwerk. Mein MP3-Player wurde im Keller ausgelegt. Danach ging die komplette Gruppe nach draußen. Nicky rief noch laut, dass wir jetzt das Haus verlassen, damit dies später auch auf den Geräten zu hören ist.
Wir stiegen noch die Treppe vor dem Haus hinunter und machten dort eine Pause. Ca. 20 – 30 min. lang tauschten wir unsere Eindrücke aus und befriedigten unsere Nikotinsucht.

Danach ging es weiter, wir sammelten die Geräte ein und prüften den Movetest.
Die Glaskachel war unberührt und nicht verschoben worden.
Mein Bekannter, Alex, war der Meinung, irgendwie mediale Fähigkeiten zu haben und führte im kleineren Zimmer im ersten Stock, von uns das Kinderzimmer genannt, so eine Art mediale Sitzung durch. Irgendwoher organisierten wir dafür einen Behälter voll Wasser, mit dem er sich in der Mitte des Zimmers niederließ. Der Rest von uns postierte sich im Flur und warteten ab, ich mit meinem MP3-Player im Anschlag. Ca. 20 min. lief diese Sitzung. Jemand von uns im Flur meinte, einen Schatten zu sehen. Irgendwann warf Alex die Wasserschüssel um und brach seine Sitzung ab.
Angeblich hatte er Gestalten wahrgenommen, ihm sei schlecht geworden und er fühle sich schwummerig und zittrig.
Auch in diesem Raum führten wir anschließend eine ESP-Sitzung durch.
Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir danach nicht mehr allzu viel dort gemacht, an diesem Abend.

Anschließend fuhren wir auch zu Nicole nach Hause, wo wir auch übernachteten. Obwohl es schon sehr spät – oder bereits sehr früh – war, überspielte Nicole noch unsere Audio-Aufnahmen und wir begannen mit der Auswertung.
Ich fand die ganze Sache sofort wahnsinnig spannend. Auch wenn sich herausstellte, dass wir nichts Außergewöhnliches festgehalten haben.
Dann kamen wir zu der Aufnahme meines MP3-Players aus dem Keller, bei der wir das Haus verlassen hatten. Nicoles Ruf, dass wir uns jetzt vom Haus entfernen, war deutlich zu hören.
Man konnte noch unsere ersterbenden Stimmen hören, danach war es für einige Minuten still.
Und dann waren Schritte zu hören!
Leise, sehr leise, aber dennoch deutlich.
Mich riss es fast von den Füßen. Das Gefühl zu beschreiben ist unglaublich schwer. Mein Herz fing an zu rasen, ich bekam heftige Gänsehaut von den Zehenspitzen bis zum Scheitel. Das tat schon beinahe weh. Und ich zitterte. Absoluter Euphorie-Taumel.
Wäre es nach mir gegangen, wären wir sofort wieder zum Haus gefahren und hätten mit der PU weiter gemacht. Ich wollte mehr!
Nicole spielte die Aufnahme noch mehrfach ab. Es war kein Kommen und kein Gehen zu hören, keine weiteren Geräusche. Es hatte auch nicht nach einem fallenden Stein geklungen, oder nach Mauermaterial, das sich vielleicht gelöst hätt. Dabei hätten sich ja Lautstärke oder die Abstände der Geräusche verändert. Nein – es hörte sich unmissverständlich nach menschlichen Schritten an. Wie von einem erwachsenen Menschen, der vier Schritte tut. Nicht verstohlen, aber auch nicht schnell. Wie Jemand, der dort zu Hause ist und ganz normal durch seinen Keller läuft, vielleicht in Gedanken ist. Einfach unglaublich!
Natürlich waren die Anderen auch völlig von den Socken. Immerhin war das ein Hinweis auf paranormale Aktivitäten in diesem Haus und die mögliche Existenz eines Geistes.
Die Vernunft siegte natürlich in dieser Nacht, außerdem wurde es schon fast hell und wir waren alle viel zu müde. Also besuchten wir das Haus in dieser Nacht nicht mehr.
Dass wir jedoch noch eine PU dort durchführen würden, das stand unumstößlich fest.

Wer sich noch die Fotos anschauen möchte, kann das hier tun.

Gruß, LuxObscurus
13.06.2018 22:18 LuxObscurus ist offline E-Mail an LuxObscurus senden Homepage von LuxObscurus Beiträge von LuxObscurus suchen Nehmen Sie LuxObscurus in Ihre Freundesliste auf
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Interessanter Bericht!
Danke, dass du ihn mit uns teilst.

Ich denke, jede PU ist aufregend, aber gerade die 1te "richtige" ist besonders aufregend.
Wahrscheinlich wäre ich wie du gewesen und hätte am Ende dann gerne weiter gemacht. smile

Wart ihr denn mittlerweile nochmal dort?

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14.06.2018 10:58 Atropos ist offline E-Mail an Atropos senden Homepage von Atropos Beiträge von Atropos suchen Nehmen Sie Atropos in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Atropos,

ja, wir sind noch zweimal in dem Gebäude gewesen. Die PU-Erinnerungen daran kann ich gerne auch hier einstellen.

Und meine anderen auch, da sind ja schon Einige zusammengekommen.^^

Gruß, LuxObscurus
15.06.2018 20:31 LuxObscurus ist offline E-Mail an LuxObscurus senden Homepage von LuxObscurus Beiträge von LuxObscurus suchen Nehmen Sie LuxObscurus in Ihre Freundesliste auf
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